Wie kann ich in mir mehr weibliche Energie erwecken?
Oft bekommen wir die Frage: Wie kann ich in mir mehr weibliche Energie erwecken? Doch es gibt eine andere Frage, die noch wichtiger ist: Wie kann ich insgesamt mehr Energie haben?
Wenn ein Mensch spürt, dass er wenig Energie hat, liegt das meist nicht daran, dass ihm weibliche oder männliche Energie fehlt. Es liegt vielmehr daran, dass das allgemeine Energieniveau dieses Menschen niedrig ist. Man kann auch sagen, dass seine Energie erschöpft oder blockiert ist.
Der Mensch ist ein komplexes Wesen mit einem individuellen Anteil an männlicher und weiblicher Energie. Es gibt auf der Erde keinen 100 %igen Mann und keine 100 %ige Frau. Jeder Mensch besitzt seine ganz eigene, ursprüngliche Abstimmung dieser beiden Energien. Wie sich ein Wesen fühlt, hängt mit vielen Aspekten seines Lebens zusammen.
Natürlich kann jemand das Gefühl haben, dass männliche Energie wichtiger ist als weibliche. Es kann jedoch auch genau umgekehrt sein. Vor vielen Zeitaltern gab es eine Gesellschaft, in der die weibliche Energie dominierte. Man sagt, dass Frauen die Männer damals nicht wertschätzten und sie lediglich zur Erhaltung der menschlichen Rasse nutzten. Die Männer litten darunter, da sie den Frauen stark untergeordnet waren. Es wurde so schlimm, dass sie sich schließlich zusammenschlossen und durch eine List einen Umsturz auf der Erde herbeiführten, woraufhin die männliche Energie in der Gesellschaft zu dominieren begann. Die Männer versklavten die Frauen regelrecht. Es entstand erneut ein Ungleichgewicht in den menschlichen Beziehungen.
Es ist sehr wichtig, dass in der Gesellschaft ein Zustand der Ausgeglichenheit herrscht. Auch wenn männliche und weibliche Energie sehr unterschiedlich sind, lässt sich nicht sagen, welche von ihnen einen höheren Wert hat.
Der häufigste Grund für das Gefühl von Energiemangel ist meist, dass ein Mensch viele Ängste und Blockaden in sich trägt. Diese rauben ihm Energie. Deshalb ist es wichtig, sich sinnvolle Fragen zu stellen: Warum lebe ich eigentlich? Was ist meine Motivation? Was treibt mich voran? Diese Fragen bringen den Fragenden zum Innehalten. Erst dann kann er seine momentane Einstellung aus einer anderen Perspektive betrachten. Wenn er genügend Energie hat, kann er Probleme mit Abstand sehen. Und das ist bereits eine andere Ebene des Seins! Auf diese Weise kann sich sein Wesen beginnen, effektiv zu verändern. Das Ergebnis ist, dass er sich reinigt und sich seine inneren Blockaden lösen. Die Energie beginnt sich auf natürliche Weise wieder aufzufüllen und dem Menschen kehrt seine innere Kraft zurück.
Kehren wir zum Anfang zurück. Energie an sich ist im Grunde nur eine und sie zeigt sich automatisch so, wie sie ist. Der Unterschied liegt oft nicht in der Energie selbst, sondern in der Motivation – darin, worauf der Mensch seinen Fokus richtet. Jeder von uns ist individuell, doch allgemein gilt, dass Frauen die Fähigkeit haben, mehr in die Tiefe zu gehen. Das hängt mit Beziehungen und gegenseitiger Verbundenheit zusammen. Männer sind eher rational, was Qualitäten wie Erfolg, Schutz und Unterstützung betrifft. Und auch das ist sehr wichtig für gute Beziehungen. Es geht also nicht darum, die „richtige“ Energie zu wählen, sondern in die Balance zu kommen.
Unser ursprüngliches Bewusstsein können wir uns wie ein siebenjähriges Kind in unserem Kopf vorstellen. Ein solches Kind kennt zwei grundlegende Emotionen: Freude und Angst. Angst sollte immer zweitrangig sein, und der Weg zur Veränderung sollte über die Freude führen.
Deshalb ergibt es Sinn, sich eine einfache, aber wichtige Frage zu stellen: Was hindert mich daran, an etwas Freude zu empfinden?
Es geht also nicht darum, die weibliche oder männliche Energie zu stärken, sondern die eigene Energie insgesamt zu erhöhen. Das können wir durch Meditation, durch das Lesen oder Hören spiritueller Literatur tun. Einen festen Platz auf dem spirituellen Weg des Menschen haben auch eine bewusste Lebensweise, Nahrungsergänzungsmittel und das Stärken der eigenen Energien – der Elemente. Regelmäßigkeit ist entscheidend – kleine Schritte jeden Tag bewirken mehr als ein großer Sprung von Zeit zu Zeit.
Illustrationsbild (KI) © Pavol Malenky, Marion Daghan-Malenky, Daghan-Malenky GmbH