7 Tage in der Dunkelheit

Persönliche Bericht von Darinka

Persönliche Bericht von Darinka: 7 Tage in der Dunkelheit

Meine Woche in der Dunkelheit – Wie hat das Ganze angefangen?

Eines Tage habe ich früh am Morgen mit unserem Schüler Miguel telefoniert. Er war auf der Fahrt nach Hause. Er hat mir von sich selbst aus gesagt: „Ich bin auf dem Weg aus der Dunkelheit. Ich war eine Woche in der Dunkelheit!" Aha, das war meine Reaktion auf die Neuigkeit. Unmittelbar darauf kam das Gefühl: Mein Gott, der Arme. Das muss schrecklich gewesen sein.... Gut, dass es mich nicht betrifft. Damit war die ganze Angelegenheit für mich abgeschlossen, doch der Hauch der Energie meiner Angst drang einfach in das Universum und der Prozess setzte sich in Gang. Wer nicht weiß, wovon die Rede ist, kann jetzt beobachten, was los war. Selbstverständlich passierte zuerst für lange Zeit NICHTS. Das Leben ging im gewohnten Tempo weiter, alles war, wie es sein sollte….
An einem Vormittag haben sich die Sachen jedoch unerwartet entwickelt. Mein Teamkollege Palko, der der Kopf unserer Gesellschaft und der Geistliche Meister von uns allen ist, und ich, hatten etwas Arbeit zu tun. Palko ist eine außerordentliche Persönlichkeit mit einem übersinnlichen Bewusstsein, übersinnliche Erfahrungen und dabei ein liebenswürdiges Wesen, mit absolutem Verständnis fürs Detail und den Lebenssinn. Er meinte, dass „etwas mit mir nicht stimmen würde" und sagte plötzlich: „So, Darinka, jetzt bist du an der Reihe. Jetzt gehst du ins Dunkle!"
„Ich?!", sagte ich fast atemlos. „Das meinst du doch nicht ernst, Palko! Weißt du, welche Angst ich vor dem Dunkeln habe?!"
„DAS ist es. Ich weiß. Gerade deshalb MUSST du!"
„NEIN!", antwortete ich.
„Darinka, das ist hier kein Debattierklub", erwiderte Palko. „Es ist festgesetzt und fertig."
„Aber, aber...", ich versuchte, den Schreck durchzuatmen. Ich war sofort in Suves Buch Umwandlung und seine Erinnerungsschnipsel aus der Dunkelheit tauchten auf. Wie er dort hingehen wollte, dann wieder nicht, wie er es erlebte, wie alles spukte, wie er davonlaufen wollte. Und wie er es schließlich ÜBERSTANDEN hat.
„Mein Gott, wieso gerade ICH?! Wieso muss mir das passieren?!", waren die Fragen in meinem Kopf.
Ich musste ziemlich erschrocken ausgesehen haben, weil Palko zum Schluss sagte: „Keine Angst, Darinka, du schaffst das!“.
Ich lächelte hilflos: „Stimmt, Palko, ich schaffe das." Und alles in meinem Inneren hat sich paradoxerweise gefreut.

7 Tage in Dunkelheit Magie

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Suchen des Ortes, Reservation und Warten

Es war mir mehr als klar, dass ich dafür etwas tun musste, wenn ich irgendwo ins Dunkle gehen wollte. Es war sinnlos, es auf morgen, übermorgen, nächste Woche oder nächsten Monat zu verschieben. Also habe ich “Woche in der Dunkelheit“ gegoogelt. Klaro. Der Computer „spuckte" eine Seite von Links aus. Ich nahm gleich den ersten und kam auf: Heilung mit Dunkelheit. Ich betrachtete es als eine der Alternativen und suchte natürlich weiter. Eine zweite, dritte Möglichkeit... Die zweite war für mich zu sophistiziert. Sie boten auch ein ausgestattetes Zimmer mit völliger Dunkelheit an, aber... Man brauchte eine ärztliche Untersuchung, ob der Adept gesund ist. Dazu wurde eine ständige ärztliche Betreuung für den Notfall angeboten. Der Preis war natürlich schon ganz anders. Zu hoch für meinen Geschmack. Die dritte Möglichkeit in der Slowakei sprach mich nicht an. Sollte das an meinen tschechischen Wurzeln liegen?
Eines war mir klar: Sollte ich so etwas erleben, dann wollte ich, dass es rein natürlich und spontan ist, und ohne ärztliche Aufsicht. :-) Wo sollte ich denn etwas so Delikates erleben, wenn nicht in Mitten der reinen Natur? Also ging ich wieder schön zum Anfang zurück und suchte weitere Informationen. Ort? Lomec. Hm, wo liegt das wohl? Ich suche ... Čáslav. Das ist nicht das Ende der Welt, ca. 300 Kilometer. Angebot: „Drei Tempel: östlich, südlich, westlich. Nördlich haben wir noch nicht, wird gebaut." Es handelte sich um frei stehende Hütten, mit 22 m2. Mit Heiz- oder Kühlmöglichkeit. Mit Dusche und Toilette. „Essen einmal täglich, bringen wir persönlich." Und es war entschieden. :-)

Das einzige, was ich jetzt noch tun musste, war im Büro nach einem freien Termin zu suchen und die Hütte zu wählen. Uff, der Kalender hoffnungslos voll. Ich wusste, dass ich wegen der Kälte im Mai, Juni, Oktober oder November nicht gehen könnte. Also suchte ich etwas im August oder September. Und ich fand auch eine freie Woche vom 2. bis 9. September. Etwas führte mich dazu, den westlichen Tempel zu wählen. Ich füllte das Formular aus und schickte es ab. Umgehend kam eine Antwort mit einer vorläufigen Reservierung. Nach der Anzahlung wird der Termin per Mail bestätigt. Der Restbetrag wird vor Ort beim Eintritt in die Dunkelheit bar gezahlt. Super! Ich kann auch noch meinen August-Urlaub nutzen, damit ich nicht ganz erschöpft und ohne Kräfte in die Dunkelheit gehe. Ich soll dort doch meine wichtige Lebensmission vollziehen! Alles klappte bestens...

Also habe ich die Anzahlung bezahlt, bekam eine Antwort und identifizierte mich mit der Mitteilung über die verbindliche Reservierung. Ich guckte noch in den Kalender der Roud-Therapeuten, in dem ich schon als Teilnehmer der „Therapie in der Dunkelheit“ aufgeführt wurde.
Bei der nächstmöglichen Gelegenheit prahlte ich natürlich vor Palko mit meiner Tat, wieso auch nicht?! Er würde sich gewiss freuen, dass ich das nicht verdrängt habe. Nur … etwas hatte sich in mir geändert. Die Freude auf das Ganze wandelte sich in ANGST. Ich wollte das auf keinen Fall zulassen. Doch sie war hartnäckig und zog mich runter. Ich versuchte, sie zu kontrollieren. Doch der Schein trügt. Ich habe vergeblich versucht, mich darauf einzustellen und eine Vision von Erleichterung und Freude aus dem Dunkelheitsaufenthalt abzuleiten. Vergiss es!

Entwicklung der Ereignisse - innerer Kampf

Natürlich hatte ich klare Momente, in denen ich alles bestens bewältigte und in positiver Erwartung war. Doch die wurden immer seltener. Ich bekam auch Mails von den Rouds über die Erlebnisse anderer Menschen in der Dunkelheit, da ich eine der Anwärterinnen der Therapie war. Ich habe zwei, drei gelesen, aber grundsätzlich waren sie auf „einer Wellenlänge". Sie enthielten wunderbare Erlebnisse und Empfehlungen für andere Menschen. Es störte mich und ängstigte mich noch mehr. Was, wenn ich es nicht schaffe?! Was, wenn ich eine derjenigen bin, die es einfach nicht meistern?! Brrr…
Die Zeit verging, und selbst die schönsten Momente hatten einen „gift-lila" Unterton. Auch die schönsten Blumen dufteten nicht mehr so wie früher. In meinem Kopf erklang immer wieder die Warnglocke: „2. September!". Ich bin jedoch entschlossen, mich nicht zu ergeben und es zu schaffen!

Das Leben lief im üblichen Tempo, und das Geschehen hatte sein eigenes Szenario. Ich bin schon immer eine recht aktive und strebsame Person gewesen, also wollte ich an einem gemeinsamen Ausflug nach Banska Stiavnica teilnehmen.

Der Frühling war im vollen Gange, ein Freund hat uns eine Wanderung im Naturschutzgebiet versprochen. Ich habe mich gefreut, denn er kennt sich aus und würde uns als Ökologe und Naturkenner bestimmt örtliche Besonderheiten zeigen. Ich war schon lange auf keiner Tour mehr, weshalb ich mich entschieden habe, mich ein bisschen zu bewegen und meine Muskeln zu stärken. Es erschien mir nützlich und motivierend, sodass ich mich nach und nach intensiver bewegte. Alles ging glatt - bis zu dem Tag, an dem mein Körper sagte: „STOP!" Danach habe ich mich nur noch vorsichtig in meinem Haushalt „bewegt" und auf ein Wunder gewartet, dass mein Hüftgelenk aufhört zu streiken. Das tat es aber nicht. Da ich normalerweise nicht so leicht aufgebe, nahm ich an dem Ausflug teil. Doch trotz der wunderschönen Natur, aller mysteriösen Pflanzen des dortigen Biotops, der Gehorsamkeit des Gehölzes und der liebevollen Behandlung der restlichen Teilnehmer, war es für mich bitter und der Schmerz erschien manchmal geradezu unerträglich. Er hinderte mich, weiter zu gehen, und ich musste wirklich all meine Kraft mobilisieren und die Zähne zusammenbeißen, um nicht die ganze Aktion zu boykottieren.

Unerwartete Ereignisse

Es war mir klar, dass ich die Signale meines Körpers nicht mehr ignorieren konnte. Alles hatte weder Kopf noch Fuß. Ein Besuch bei meinen Beratern und Schutzengeln Marcelka und Andrej Godóov stand an. Als ich bei "Quellen der Gesundheit" aufgetaucht bin, fuhren sie beide los: „Darinka, das müssen wir machen! Wir haben etwas Neues entdeckt! Wir waren da bei so einem Seminar. MUDr. Jaroslav Michálek, Ph.D. aus Brno hat da persönlich vorgetragen. Es ist wunderbar, sie helfen da Menschen wie Ihnen! Sie transplantieren Stammzellen an die betroffenen Stellen. Bitte zögern Sie nicht! Es wäre schade, wenn Sie es nicht schaffen würden!"

Mir war dies schon seit längerem bekannt, aber ich hatte nur davon gehört, dass man das angeblich bei uns in der Slowakei in Malacky macht. Marcelka sagte gleich: „Ich weiß nicht, wie man das in Malacky macht. Aber diese hier sind wunderbar! Wenn ich darf, dann empfehle ich Ihnen Brno.“
Schon auf der Fahrt nach Hause wirbelten die kühnsten Gedanken durch meinen Kopf und ich träumte meinen kleinen Traum. Was? Ein kleiner Traum?! Es war ein richtiger Traum – von dem großen WUNDER, das meine schmerzende Hüfte in Ordnung bringen würde.
Kaum kam ich nach Hause, googelte ich Cellthera Clinic, las, suchte und hörte zu. Es klang wie Himmelsmusik. Kein Auswechseln des Hüftgelenks, nur mit Hilfe eigener Stammzellen….

Prüfung der Überzeugung und die Entscheidung

Klar, ich muss da anrufen. Es war nicht so schnell und ich habe da auch niemanden erreicht. Zwei Versuche haben mich schließlich zum Ausfüllen ihres Kontaktformulars gebracht. Am Dienstag, dem 4.7.2017. Und? Nichts…
Es war mir klar, Ferien haben angefangen, Urlaub wahrscheinlich auch in Celltheraclinic. „Hm", ich drehte die Situation im Kopf hin und her, „ich versuche immer, den Menschen, die uns schreiben, gleich zu antworten – spätestens am nächsten Tag. Damit sie wissen, dass unsere Webseite lebt und wir für sie da sind." Hm…
Schließlich sagte ich mir: „Ich lasse es sein, vielleicht ist es nicht mein Weg." Und dann kamen die Sachen ins Rollen. :-)
Die Antwort auf meine E-Mail aus Celltheraclinic kam. Eine Entschuldigung für die späte Antwort wegen staatlicher Feiertage. Natürlich habe ich mich gefreut. Nur eine Sache hat mich nicht begeistert: „Ich möchte Sie bitten, ein RTG-Bild nicht älter als 6 Monate, zu schicken, damit man ihr gesundheitliches Problem besser beurteilen kann.“ Uff! Ups, wahrscheinlich komme ich um die Angelegenheit, die ich seit Jahren wegschiebe, nicht herum. Wir werden sehen. Ich nahm den Telefonhörer in die Hand und wählte ihre Nummer. Es ging die Frau dran, die mir geschrieben hatte. Ich habe mich vorgestellt und beschrieb meine Situation, dass ich zwar kein RTG-Bild, aber trotzdem großes Interesse an der Applikation ihrer Heilmethode hätte. Die Frau zögerte keine Sekunde und sagte: „Das macht nichts. Sie können zu einer unverbindlichen Konsultation kommen. Herr Doktor wird sich ihnen widmen. Können wir einen Termin suchen?“
„Natürlich“, antwortete ich. Wir haben uns auf Donnerstag, den 20.7.2017 um 16:00 Uhr geeinigt.
Ich sah, wie schnell alles ansprang, nachdem ich aufgehört hatte, zu drängen.
Es war mir klar: Der Weg öffnet sich…

Ich habe mich damit nicht mehr belastet und wir sind in unseren ersten diesjährigen Urlaub nach Rumänien gefahren. Es war wunderbar, doch für mich waren es auch zehn lange und physisch anstrengende Tage. Schmerzen, Schmerzen, Schmerzen. Trotzdem habe ich mich „entpersönlicht“ und versuchte, die Reise möglichst zu genießen. Im Endeeffekt war ich glücklich und habe Hunyadoar, Bran castel, Pelesh castel, Schlammvulkane und Piatra Neamth gesehen. Bran castel in den Transsilvanischen Alpen bedeutete für mich eine ganz andere Art von Herausforderung. Magisch. Während der türkischen Vorherrschaft lebte dort Vlad II., wegen seiner Natur auch Drăculea genannt, und er baute es dort um. Es war nicht so furchteinflößend und blutdurstig, wie man es heutzutage wahrnimmt. Es hatte eine völlig andere Bedeutung: ein Ausdruck von Kraft und Mut wie ein DRACHE. Erst später, im 19.Jhdt., hat ihn der irische Schriftsteller B.Stoker in seinem weltbekannten Roman als eine blutgierige Bestie beschrieben. Bran castel war voll von mittelalterlicher Geschichte, Menschen und Leben.
Nach dem Absolvieren dieser anstrengenden 2500 km langen Route, konnte ich es kaum abwarten, zu der geplanten Konsultation in der Brünner Celltheraclinic zu gehen. Endlich war es so weit: Donnerstag 20. Juli 2017 und die Konsultation fand wirklich statt. Herr Doktor untersuchte mich, befragte mich, verlangte nachdrucksvoll ein RTG-Bild und wir vereinbarten den Eingriffstermin. 31. August 2017 war mein Tag T. Ich hörte in meinem Kopf panisch einen Wecker klingeln. 31. August?! Ich soll doch am 2.September in die DUNKELHEIT gehen! Werde ich das machen können? Was soll ich tun?! Ich fragte vorsichtig nach dem postoperativen Zustand. „Nichts Besonderes“, erwiderte Herr Doktor, „nur Ruhemodus, keinerlei Leistungen. Nur das, was sie selbst für ihre Verpflegung brauchen.“ Aha, das würde gehen.

Physisches Geschehen und der Eingriff, Zustände nach dem Eingriff

Alles war schon im Gange und ich hörte ständig diese Stimme in meinem Kopf: „Meine Liebe, dir hilft nur noch ein WUNDER!" Ich war mir da sicher, aber ich hatte keine Ahnung, welches Wunder und wann? Ich hatte so ein Gefühl von Nichtigkeit, Sinnlosigkeit. Ich konnte nicht einmal richtig tief einatmen. Nichts, was ich tat, brachte mir Erleichterung und mir war unbehaglich zumute.
Ich wusste nur eins. Wir fahren jetzt in unseren Relax-Urlaub ans kroatische Meer. Ruhe und Gemütlichkeit werden helfen. Und das taten sie auch. Jedoch nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Selbstverständlich habe ich die Harmonie mit meinem Mann und die wunderschönen Orte zum Ausruhen genossen. Das Meereswasser war liebevoll, warm und unheimlich rein. Man kann nur schwer schönere Bilder auf der Welt finden, als die, die ich sah und in mich einfließen ließ.
Was ich aber nicht so super fand, waren die 150 m zum nahen Strand. Was für ein Weg?! Ein Höhenunterschied von gut 30 m. Steil, meistens eine Treppe, „atemberaubende" 10 Stockwerke eines Wohnhauses. Oha! Und wir wiederholten es 3-4 täglich. Nach zwei Tagen war ich KO. Pure Verzweiflung! Dann habe ich festgestellt, dass auch viel jüngere Menschen und auch Sportler schnaufen, wenn sie den Weg rauflaufen. :-)
Das hat mich ein wenig beruhigt. Dann kam aber ein anderes Gespenst. Der Eingriff. Wie wird er sein? Man sagt, dass es nicht so anspruchsvoll ist. Aber was dann? Ich gehe am dritten Tag in die Dunkelheit! GEHE ICH?! ICH GEHE NICHT! Wer kann mich zwingen? NIEMAND! Auch Palko nicht. Hm, Gott weiß, was er mir auch sagen würde, wenn ich ginge?! Ich hörte ihn regelrecht, wie er sich aufregte: "Hör zu, Darinka, hast du sie nicht Alle?! Wer hat dir gesagt, dass du in diesem Zustand gehen sollst?! Du musst wissen, was du kannst! Wenn du es nicht weißt, dann kennst du das Maß DER VERANTWORTUNG nicht, und du bist keine komplette Person!!!"
Uff! So ging es abwechselnd weiter. Auf und ab. Wie auf einer Schaukel. Schließlich habe ich das Ganze abgeschlossen, ich wollte nicht mehr drängen und das LEBEN wird mir schon zeigen, was ich machen soll.
Man soll der leisen Stimme im Inneren eine Chance geben, die in den schwersten Momenten sagt: „Meine Liebe, dir hilft nur noch ein WUNDER!“
Dann kam die zweite Woche unseres Urlaubs und ich fing an, die 10 Stockwerke geschwinder zu meistern. Und überhaupt, die Natur machte ihr Werk – ein Wunder.
Die Zeit war reif, wir kamen zurück nach Hause und mir blieben noch ein paar Tage zum Ausatmen und das Nötigste zu erledigen. Ich wusste natürlich, dass ich mich bei den Rouds wegen der Therapie in der Dunkelheit melden muss.

Der kleine Teufel von Zweifeln trieb mich bis auf den Reservationskalender, mit der Absicht, meinen Anfang eine bis zwei Wochen zu verschieben. Vergiss es! Absolut ausgebucht! NICHTS!!! Erster freier Termin: Januar 2018! Nun, hier werde ich wohl nicht weiterkommen.
Also nahm ich das Telefon und rief Tomas an. Er ging gleich ran und ich habe ihm kurz und möglichst verständlich erklärt, in welcher Lage ich mich befinde und fragte, was ich tun sollte. Tomas antwortete, mit aller Seelen Ruhe: „Keine Angst, das schaffst du! Komm nur, wir werden uns um dich kümmern." „Ja? Nun gut, ich komme also." antwortete ich. Und da kam es wieder: „Meine Liebe, dir hilft nur noch ein WUNDER!“
Dann kam der 31. August und mein Mann Jozko und ich setzten uns ins Auto – Richtung Brno, Celltheraclinic. Alles lief wie am Schnürchen. Die Rezeption wusste über uns Bescheid, also mussten wir nichts vorzeigen – keinen Ausweis, keine Unterschrift in dem Besucherbuch, so wie beim ersten Mal.
Herr Doktor ging mit mir noch mal die Formalitäten durch, ich unterzeichnete die notwendigen Papiere und es ging los.
Zuerst nahmen sie mir Speck vom Bauch ab und verarbeiteten ihn. Ich schlief meine örtliche Betäubung aus. Inzwischen bearbeiteten sie mein abgenommenes Fett, damit es als Transplantat heilend ist. Es folgte ein nicht sehr angenehmer Einstich nahe der rechten Hüfte. Dann haben sie mich nur noch in ein Taillekorsett bandagiert, ich zog mich an und wir gingen Heim.

Ich hatte gemischte Gefühle. Mein Bauch tat weh und das Korsett erlaubte mir nicht, natürlich zu atmen. Ich war „erwürgt“. Ich war froh, ins Bett zu “kriechen“, um mir Schlaf und Ruhe zu gönnen. Ich habe bis zum Morgen überlebt.
Freitag kam, ich schlenderte im Rahmen meiner Möglichkeiten durch das Haus und bereitete im Sinne der ärztlichen Empfehlungen etwas zu Essen zu. Dann hatte ich ein Gespräch mit Palko. Wir sprachen über meinen Eingriff und anderes. Er selbst war zuerst fassungslos: „Du willst doch in die Dunkelheit gehen? Kannst du das nach so einer OP?“. Also habe ich ihm den Eingriff detailliert beschrieben und er meinte: „Gut, aber du MUSST dir etwas zur Aufmunterung mitnehmen, damit du stark bist. Sonst ist es ausgeschlossen, dass du dich auf so etwas überhaupt einlässt!“
„Aha, und was soll das sein?“ fragte ich.
„Tja, Multivitamine und Vitamin D! Und keine Widerrede! Das ist ein Befehl!!!“
In manchen Momenten lohnt es sich nicht, mit Pali zu diskutieren und schon gar nicht, seine Ratschläge NICHT zu BEFOLGEN. Er meint es ganz bestimmt gut. Wir verabschiedeten uns mit: „Tschüss, wir sehen uns im Astral!“

Magierin Damona Magie

Ereignisse kurz vor der Reise, Reise zum Ort und Willkommen

Oh Gott, was soll ich machen?! Heute ist Staatsfrei, der 1. September, alles ist zu. Wo kaufe ich diese Multivitamine?! Vitamin D habe ich zum Glück in unserem Erste-Hilfe-Kasten zu Hause gefunden, aber Multivitamin?! Vergiss es. Ich muss das seit Jahren nicht mehr nehmen. Hm, wie wäre es morgen auf dem Weg nach Lomec? Ich soll es mir noch komplizierter machen? Nein! Ich habe eine rettende Idee: ENERGOTON! Reines Naturprodukt aus flüssigem Konzentrat. Es sind Extrakte aus sibirischen Kräutern. Das ist ES!!! Es regt an, keine Chemie, das mache ich!!! Ich nehme das Telefon wieder in die Hand und versuche die Frau anzurufen, von der ich dieses Produkt meistens kaufe. Zu meiner Verwunderung, weil Staatsfrei ist, sagt Frau Ľudka am anderen Ende: „Ja, ich habe zwei frei. Ich bin zwar nicht in Bratislava, aber um 17 Uhr komme ich mit dem Zug zurück. Ich werde mich bei Ihnen melden und dann können sie es abholen." Unglaublich – ein Wunder.
Nach 17 Uhr fuhren wir mit Jozko schon, mit Energoton, nach Hause. Die Sachen hatte ich schon vorbereitet, ich musste sie nur noch in den Koffer packen. Ich nahm ihn absichtlich. Es ist ein ausgezeichneter tragbarer Kleiderschrank. Ich dosierte Energoton und auch die andere „Ausrüstung", die minimal war. Doch trotz alledem war klar, dass sie überdurchschnittlich war. Das wurde mir klar, als ich zurück nach Hause kam. :-)

Dann kam Samstag, der 2.September, und nach dem Frühstück fuhren wir los. Ich hatte mich mit nichts mehr befasst, ich habe es nur noch genossen. Ich habe wortwörtlich alles genossen. Alles, was gerade passierte, hatte für mich auf einmal ein neues Ausmaß. Die Farben waren farbiger, Düfte duftender und die Menschen liebevoller. Ich fing an, mich auf den Aufenthalt in der Dunkelheit zu freuen. Genau wie am Anfang, hatte ich auch jetzt ein Freudekribbeln, dass ich mich auf so etwas einlasse! Ich habe mich wirklich gefreut.
Als wir auf die Hauptstraße unserer Ortschaft kamen, klingelte das Telefon. Wer kann das sein? Ich schaute ... Misko, unser Sohn. „Hallo“, melde ich mich.
„Hallo!“, höre ich seine Antwort. „Wir sind eben auf dem Weg nach Hause aus Tschechien!“, prahlte mein Söhnchen.
„Tja, und wir fahren gerade nach Tschechien los, Misinko!“, antwortete ich.
„Ja?“, fragte er mit überraschter Stimme. „Und wohin des Weges?“
„Nach Lomec.“
„Und wo soll das sein?“
„Bei Čáslav.“

„Und was wollt ihr dort?“
„Ich gehe in die Dunkelheit“, sagte ich ihm mit der Befürchtung, dass er mich tadeln würde, doch nichts kam. Nur: „Na dann, genieß es!“ Man konnte noch die Kindestimmen unserer Enkelinnen hören: „Hallo Oma!”

Die Fahrt verging im Nu. Obwohl es mehr als 300 km waren, fuhren wir die meiste Zeit auf der Autobahn, nur die letzten 70-80 km auf Bundestraßen. Sie wurden immer schmaler und kurviger. Eine hatte sogar keine Leitlinie. Lomec ist ein kleines Dorf am Rande des Berglandes Hornočáslavská vrchovina. Den genauen Eingang konnte unser Sygic-Navigator nicht finden. Also blieb nur das Handy als Hilfe. Tomas ging gleich ran.
„Tomas", meinte ich, „wir sind schon hier." Der Therapieantritt war zwischen 18 und 19 Uhr festgesetzt. Wir kamen um halb fünf an. Nun, Jozko hatte noch mindestens drei Stunden Rückfahrt vor sich. Es ist verständlich, dass er nicht in der Nacht fahren wollte. Es waren ja zusammen fast 700 km!
„Hallo", kam aus dem Telefon, „Ja, Das macht nichts. Wo seid ihr?"
„Wir sind hinter dem Dorf bei einem Abladepolter und wir kommen von Lomecek."
„Fahrt also zurück zur Bushaltestelle. Hinter ihr müsst ihr rechts fahren und schon seid ihr hier.", war Tomas Navigation.
Wir fuhren mit dem Auto durch das Tor und noch ein wenig zu ihrem Anwesen. Tomas hat gerade eine Frau hinausgeleitet und er hatte ein schlafendes Baby auf den Armen. „Dies ist unsere Vánočka„, lächelte er, „unser Familienzuwachs, etwas über einen Monat alt." Tomas sprach laut, lachte, rüttelte das Baby und ging dorthin, wo er gebraucht wurde. Und das Baby schlief und schlief. Draußen war es nicht mehr besonders warm. Es hatte weder eine Mütze, noch ein Jäckchen an, sondern nur eine Strampelhose. Und in Pappas Armen ging es ihm offenbar hervorragend.
„Also, gehen wir gucken?", fragte Tomas.
„Ja", antworte ich entschlossen. In diesem Moment habe ich wirklich den Entschluss in mir gebraucht. Ich musste mich konzentrieren, sonst würde mich die Panik packen und ich würde zu Jozko sagen: „Ich gehe nirgendwohin, kehren wir um, lass uns nach Hause gehen!" Also spielte ich „Frau Tapfer“ und wir gingen zum westlichen Tempel. Wir gingen an zwei alten Kaukasischen Schäferhunden vorbei. Der eine, der angebunden war, sprang angeblich vor Freude auf Menschen, der andere, der ausgestreckt auf dem Boden lag, hob nur den Kopf, guckte uns an und legte sich wieder hin. Ohne zu knurren.

Der Raum, Licht aus und Dunkelheit

Die Hütte war klein, einfach und sauber. Von der Eingangstür aus ging nur ein schmaler Gang, etwa einen Meter breit. Am Ende war eine Duschecke, davor noch eine Toilette, vor ihr ein kleines Waschbecken mit einer kleinen Ablagefläche und ein niedriges Regal, welches bis zur Tür ging. Darauf habe ich einen Apfel, eine Nektarine und eine Birne bemerkt. Dort war noch ein zugedeckter Plastikbehälter. Wahrscheinlich Müsli, fuhr mir durch den Kopf.
Ich nahm nichts anderes wahr. Oh Gott, werde ich hier etwa stehen?! Tomas, der als erster hineinging, lächelte und sagte: „Komm rein, damit ich die Außentür zumachen kann." Ich komme rein, er macht sie zu, und hurra, eine zweite Tür. Ich folgte Tomas rein. Auch Jozko kam mit.
„Hier hast du deinen Raum.“
„Bett, Lüftung", er zeigte auf die Klimaanlage an der Wand. „Das wird die eingestellte Temperatur halten. Die meisten wollen 22°. Ich stelle es dir ein…“
Da kam ich irgendwie zu mir und meinte: „Kannst du mir 23 Grad einstellen, Tomas? Für mich ist es angenehm.“

Dunkelheit

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„Klar!", Tomas stellte es höher ein und legte die Fernbedienung in den Wandhalter. „Sollte etwas sein, sagst du mir Bescheid und ich mache es."
Meine Augen waren offensichtlich voller Angst, ich atmete nur flach und fühlte mich schrecklich.
„Keine Angst! Du schaffst das! Es ist nichts. Du machst nur das Licht aus, wenn du bereit bist.", meinte Tomas mit dem zauberhaftesten und beruhigendsten Lächeln im Gesicht und dem Baby auf den Armen.
„Außerdem, dies ist kein Gefängnis. Du kannst jederzeit herausgehen oder das Licht anmachen. Es hängt nur von dir ab. Aber wenn du wirklich die Absicht hast, hier sieben Tage zu bleiben, dann tu dies nicht! Das ist nicht richtig.“
„Es geht nur um dich, um deine Einstellung und darum, was du erreichen willst.", fügte er hinzu und wir gingen zurück, um den Koffer aus dem Auto zu holen. Da tauchte auch Lenka auf. Eine Frau meiner Größe, mit schulterlangem, dunklem, lockigem Haar, gezeichnet von frischer Mutterschaft. Wir gaben uns die Hand und begrüßten uns freundlich.
Jozko half mir mit dem Koffer. Wir stellten ihn im Hauptraum bei der Wand ab, wo er als Kleiderschrank dienen wird. Zum Glück hatte er genug Fächer. Ich musste mir nur noch merken, wo was ist.
Jozko wollte aufbrechen, also ging ich noch mit, um ihn zu verabschieden. Mein Herz tat weh, ich hatte einen Kloß im Hals und Tränen in den Augen.
„Bis dann und eine gute Reise!" waren meine letzten Worte, noch winken und rein in die Hütte.
„Ich werde wohl wegrennen.", nagte eine leise Stimme in mir. „Nicht doch!", habe ich mich gezielt ermuntert. Ich legte meine Zahnpflege auf das Waschbecken, sah mich noch einmal in dem Raum um, damit ich ihn mir merken kann.

Ich zog bequeme Kleidung an und sah mir den Koffer an. Ich atmete ein und schaltete das LICHT AUS.
Es wurde DUNKEL. Genau so dunkel, wie es mir Tomas am Anfang lächelnd vorgeführt hat: „Das ist also die Dunkelheit! Was sagst du?“
Es ist etwa halb sechs am frühen Abend. Bin ich hungrig? Nein. Bringen sie mir wenigstens einen Tee? Ich bin durstig. Ich trinke aus dem einhundertjährigen handgegrabenen Schaftbrunnen. Ich goss mir ein Plastikglass aus dem Wasserhahn ein. Leider gab es nur kaltes Wasser. Hoffentlich wird es in der Nacht warm sein.
Mir war kalt. Ich legte mir noch eine Strickjacke um und deckte mich in meinem neuen Bett mit einer Bettdecke zu. Die Zeit verging. Der Durst verging nicht. In etwa zweistündigen Intervallen tat ich immer das gleiche. Ein halbes Glas Wasser, Toilette. Ein halbes Glass Wasser, Toilette.
Später zog ich mir den Schlafanzug an und schlief ein. Der Schlaf war unruhig und immer wieder von diesem unaufhörlichen physiologischen Prozess unterbrochen.
Ich war immer wie auf der Lauer und wartete, was passieren wird. Es geschah nichts Außergewöhnliches. Auf einmal verteilte sich ein stark beunruhigendes, unbekanntes Geräusch im Raum. Es wurde immer lauter. Das Blut gefror mir in den Adern. Ich bekam Gänsehaut.
„Ist es hier?“, flog mir durch den Kopf. „Kommen irgendwelche unbekannten Kräfte auf mich zu?“
„Was werde ich tun? Was soll ich tun, um Gottes Willen?!“, fragte meine innere Stimme.
Und auf einmal wurde das Geräusch immer schwächer bis es verscholl. Ich war erleichtert.

Gedanken und Erinnerungen

Es war wahrscheinlich schon Morgen. Ich stand auf und machte meine Morgentoilette. Ich zog mir meine Tagesklamotten an. Meine Vorstellung war ein gezielter Aufenthalt und nicht, dass ich die Dinge einfach von alleine passieren lasse.
Ich ging doch hierher in die Dunkelheit mit der Absicht, zu mir selbst, zu meinem Kern zu finden. Wer ich bin und wohin ich gehe. Ich wusste zwar nicht, wie es gerade mit mir verlaufen würde, aber trotz der inneren Ängste und Befürchtungen war ich kein Mensch, der davonlaufen würde. Ich sehnte mich danach, mein Ziel zu erreichen, wie auch immer es aussehen sollte. Was auch immer es mir bringen sollte. Ich wollte die ganzen sieben Tage in der Dunkelheit aushalten. Jeder kann weglaufen. Aber wohin würde ich weglaufen? Vor mir selbst? Auf gar keinen Fall!
Die Zeit schleppte sich dahin und ohne Absicht liefen auf einmal Erinnerungen in meinem Kopf ab.

Verschieden, aus verschiedenen Lebensetappen, die scheinbar nicht zusammenhingen. Manchmal musste ich lachen, ein anderes Mal verspürte ich wieder meinen inneren Schmerz. Einen Schmerz im Herzen. Der begleitet mich eigentlich mein ganzes Leben lang... Seit früher Kindheit. Ich „erlebte" meine Rückkehr vom ersten Schultag wieder. Den Schmerz, dass ich nicht mehr mit meiner Großmutter bin, die ich sehr geliebt habe. Dass sich mein Leben unwiderruflich geändert hatte und NAHM mir wortwörtlich unsere Zweisamkeit - die von mir und meiner Großmutter. Wir waren tolle „Freundinen". Ich klein, sie groß. Sie nähte und ich guckte mir Modemagazine an. Ich störte sie nicht und hörte ihr immer gerne zu: „Du bist so ein gutes Püppchen.", sagte sie in ihrem mährisch-hanakischen Dialekt.
Und so wiederholte es sich.

Der Körper und seine Bedürfnisse

Ich nahm meinen physischen Zustand voll wahr. Ich war nach einer Transplantation, mein Bauch tat weh und ich sollte eine „tolle" Erfindung tragen – ein Korsett, damit der Bauch besser heilt. Im Grunde war es so, dass ich deswegen unterweilen wach wurde, weil es sich mit jeder Bewegung nach oben verschob. Ich konnte nicht richtig atmen und es würgte unglaublich.
Es war Sonntagvormittag, und ich habe mich also entschieden, es nach meiner Art zu lösen. Ich legte also probeweise mein Korsett ab und tat erleichtert einen vollen Joga-Atemzug. Es war wunderbar. Sollte etwas nicht stimmen, lege ich es wieder an.
Ich nahm die Dunkelheit voll wahr. Überall um mich herum. Der Hunger meldete sich, also aß ich eine Birne aus der Obstauswahl auf der Bank. Sie schmeckte fantastisch! Lecker. Mein physischer Körper wollte seine Bedürfnisse stillen. Obwohl ich wegen Geistlichem gekommen bin, konnte ich sie nicht ignorieren. Die letzte Nacht hat es offenbart. Mir war immer noch kalt und es wurde mir bewusst, dass ich mich nicht aufwärmen kann. „Wahrscheinlich fehlt mir das warme Essen!", erklang meine innere Stimme. Es war eine sehr beruhigende Erkenntnis. Dass es hier nämlich trotz des Geistlichen auch das Körperliche gibt. Und das verbindet mich mit der Außenwelt. Ich habe noch nichts von mir verloren! Also habe ich auf meinen Körper gehört und erlaubte ihm, das zu tun, was es brauchte.
Ich versuchte immer wieder zu „spazieren", weil mir wirklich langweilig war. Ich wusste, dass ich angesichts der kurzen Zeit nach dem Eingriff vorsichtig sein muss. Ich musste mich ja nicht beeilen. Aber ich konnte versuchen, wenigstens ein wenig zu laufen. Ich bewegte mich vorsichtig im Raum, tastete mit der Hand an der Wand, damit ich die Richtung nicht verliere.

Am Anfang war es nicht so einfach.
Dann setzte ich mich wieder auf das Bett und seufzte: „Gott, es ist doch Sonntag! Sie haben mich bestimmt vergessen! Was werde ich machen?!“

Nach laaanger Zeit kam das vereinbarte Signal – Klopfen an die Eingangstür. Ich habe als mein Signal, wie abgesprochen, der auf die Innentür geklopft.
Lenka meldete sich: „Hallo! Ich bringe dir also etwas. Du hast da Suppe und noch ein warmes Essen. Ich glaube es ist eine buddhistische Fastenspeise. Ich würde dir raten, das buddhistische zuerst zu essen und die Suppe für den Abend aufzuheben. Sie ist in einer Thermoskanne und hält recht lange warm. Ich habe dir auch unser Zwiebelbrot hinzugepackt.“
„Danke sehr, Lenka, ich bin schon recht hungrig. Ich werde es genießen!“
„Lenka", fragte ich eine grundsätzliche Frage, „fliegen hier Flugzeuge?"
„Klar, viele." antwortete Lenka.
Dann sagten wir uns noch ein paar Sachen, nur so vom Herzen, berührten uns mit den Händen und Lenka ging weg: „Weißt du, die kleine Hanicka will immer nur bei mir sein. Ich gehe dann mal.“
Ich blieb alleine. Die buddhistische Fastenspeise hatte ich schon am Donnerstag auf unserer Fahrt von Brno nach Hause. Ich hatte keine Lust auf eine Wiederholung. Aber die Suppe war köstlich! Auch Lenkas Zwiebelbrot.

Geräusche

Ich nahm wahr, wie die Zeit langsam verstrich. Die Suppe erfüllte ihren Zweck – mir war nicht mehr so kalt. Ich zog mir den Schlafanzug an und schlief ein.
Natürlich meldeten sich Träume, aber was schlimmer war, war der dumpfe Lärm, der mich auf einmal wieder aufweckte. Die Hütte vibrierte und aus dem Traum gerissen kam ich mir wieder vor, als ob mich dunkle Mächte überfielen. Schreck. Ich höre zu, werte aus. Dies ist ganz bestimmt kein Flugzeug! Was nun? Es wurde noch stärker. Mein Atem stockte.

Und dann ... Natürlich! Das ist doch ein Kultivator! Heute ist doch Montag und es ist früh am Morgen. Hier liegen doch Felder rings umher und die Menschen müssen doch den Boden bearbeiten! Ich lächelte erleichtert. Die Invasion der negativen Energien ENTFÄLLT!
Und der Auswertung entsprechend ging die Krachmaschine weg und der Lärm wurde leiser. Dann kam und ging er wieder…

Träume und die erste Vision - Auffüllen des Raumes mit Bildern

Wenn ich schlief, träumte ich natürlich. Wenn ich wach war, nahm ich ausschließlich die Dunkelheit um mich herum wahr. Ich konnte genau erkennen, wann ich träumte und wann ich wach war. Ich war schon ruhiger, weil ich feststellte, dass eigentlich NICHTS los ist. Nichts und niemand will mich erschrecken, nichts will mich anfassen, niemand schreit mich an. Überall war nur Dunkelheit. Die innere Anspannung war nicht mehr so groß. Trotzdem verspürte ich noch irgendwelche Erwartungen. Dementsprechend dachte ich: Vorsicht! Du bist erst am Anfang. Das ist erst der Anlauf. Du weißt noch nicht, was dich erwartet. Es ist ja erst Montag. Denk dran, was dir Mutti zu sagen pflegte: „Freu dich nicht zu früh!". Du hast noch einen langen Weg vor dir. Also legte ich mich wieder mit dem Gedanken hin, dass ich jetzt meinem Körper Schlafregime anordne. Und ich schlief tatsächlich ein. Es war kein langer Schlaf, es konnte ja zeitlich Nachmittag sein. Die Träume, die ich hatte, waren sehr schnell, wechselhaft und farbig durchschnittlich. Doch auf einmal... ich war zu Hause im Schlafzimmer und auf dem Regal neben der offenen Tür... Was ist das? Jeee, ist das schön. Ich sehe mir die eigenartige Komposition meiner Topfblumen an. Ein schönes, klares Bild mit satten leuchtenden Farben. Ein klarer und leuchtender Sonnenstrahl leuchtet auf die Blumen. Man sieht jedes Detail. Dies ist nicht nur ein einfacher Traum. Ich ergötze und freue mich. Mir ist klar, dass es kein Traum ist, dass es vielleicht ein Gruß für mich ist... Dass ich eigentlich eine VISION habe!

Allmählig kam ich nach diesem Erlebnis zu mir und musste meine physischen Bedürfnisse stillen. Ich stehe auf und gucke – oho – hier ist es nicht dunkel. Und der Raum ist nicht leer, sondern voll. Hier ist etwas. Meine Augen sind offen und ich sehe etwas, dass wie Haufen, Halden von Verbandmaterial aussieht. Es ist überall, ich kann es aber nicht anfassen, nur sehen. Es steht nicht im Weg, es tritt einfach in den Raum. Es ist grau und harmlos.
Ich gehe zurück, lege mich wieder hin und hoffe, dass nach der Traumerscheinung etwas passieren wird. Doch nichts ist los. Also atme ich. Und ich habe eine Idee.

Weil die Zeit so schrecklich langsam verstrich und ich ganz steif war, werde ich es ab jetzt so machen, dass ich mir jede Sache, die ich brauche, einzeln bringe, nicht wie üblich, dass man aus Zeitgründen mehrere Sachen auf einmal nimmt, um nicht wie verrückt hin und her zu laufen. Jetzt hast du ja eine Menge Zeit, Darinka, sage ich mir. Also eins nach dem anderen und dazwischen ein kurzer Spaziergang. Die Glieder strecken sich ein wenig, du bewegst dich ein bisschen, Minuten verfliegen…
So verging der Montag und die dritte Nacht kam. Ein wilder Traum mit bekannten und unbekannten Menschen. Sie waren grob zueinander. Ich denke, es war ein ehemaliger Kollege mit seiner Ehefrau, der ihr gegenüber herablassend und jähzornig war. Er hat sie wieder auf eine geschmacklose Art und Weise angeschrien. Dann auf einmal Schnitt – die Frau ist nicht mehr da. Ich bereite mir draußen etwas vor und sehe diesen Mann, wie er einen schwarzen Sklaven vor sich treibt. So wie es in den Hollywood-Filmen war: Er schreit ihn an und versucht, ihn mit einem Stahlrohr zu hauen. Er hat es fast geschafft, doch der arme Schwarze ist auf einmal voller Schreck in einem Versteck und der verrückte Tyrann schlägt mit dem Stahlrohr mit voller Kraft gegen die Wand des Verstecks. Soll ich eingreifen, soll ich den tobenden Wahnsinnigen anschreien?! Lieber Gott, was wenn er sich dann mit der Stange, oder was er da in der Hand hat, auf mich stürzt? Nichts und niemand wird mir helfen. Oh, da werde ich mich hier lieber verkriechen und mich an das Bild des tobenden Ungeheuers „anpassen". Sollte das etwa der Wächter der Schwelle sein, den Palko erwähnt hat? Ich solle ihn niederbrüllen und mit Kraft wegschicken. Ihm zeigen, dass ich keine Angst vor ihm habe! Man-oh-Man, das habe ich offensichtlich nicht geschafft. Natürlich ging der Traum in seinen Geschmacklosigkeiten weiter. Ich konnte bis ins Detail sehen, wie dieser alte Grobian seine Sexorgien an dem Schwarzen ausübt. Wie dem Armen vor Schreck und Ekel die Augen aus den Höhlen fallen. FUUUJ!

Zweite Vision

Ich wache am Morgen glücklich auf, aufgeweckt für den neuen Tag - Dienstag. Also mache ich wieder das Übliche. Morgendliche Hygiene. Ich trinke Tee, der immer noch recht warm ist. Ich denke, dass ich ziemlich früh wach war, aber ich war ausgeruht und spürte irgendwie, dass ich aufstehen sollte. Nur, was soll ich jetzt tun? Ich setzte mich in der traditionellen Tagesordnung hin und machte meine morgendliche Meditation. Die Energie ist da, aber alles ist irgendwie unvollständig. Unvollständige Meditation, unvollständiger Atem. Und wieder die Erwartung, was wohl passieren wird. Ich horche, wie Flugzeuge vorbeifliegen, es erschreckt mich nicht mehr wie beim ersten oder zweiten Mal. Ansonsten geschieht NICHTS. Wozu bin ich hier? Wozu habe ich mich eigentlich entschlossen, hierher zu kommen? Ich habe so gehofft und geglaubt, dass ich all die zusammenarbeitenden Wesen und Energien treffen werde. Dass sie mich vielleicht am Anfang erschrecken, aber dann erbarmen sie sich und wir werden uns zusammen freuen und uns umarmen. Sie werden mir zeigen, wie man den astralen Weg baut. Dabei werde ich Palko zuwinken. Wir werden zusammen lachen. Aber jetzt – NICHTS.

Vision: Williams-Birne

Foto © Slavka Stresnakova I Pavol Malenky I Daghan-Malenky GmbH

Lenka bringt die tägliche Essensmenge ziemlich früh, sie erklärt wieder was und wie. Schließlich macht sie die Tür auf und wir stehen nah beieinander in der Dunkelheit. Sie im Flur, ich in meinem „Wohnzimmer". Ich kann ihre Hand anfassen. Sie erzählt mir gewöhnliche Sachen aus ihrem Leben, wie sie einmal ein Erlebnis mit einer Frequentantin hatte, die schließlich nach dem wöchentlichen Aufenthalt noch einen Tag bei ihnen zu Hause verbringen wollte. Und wie sich Lenka davor sträubte. Jedoch gab sie der Bitte der Frau nach und jetzt sind sie gute Freundinnen.
Am Ende schließt Lenka das Ganze mit der Bemerkung ab: „Weißt du, Tomas wollte am Abend gerne zu dir kommen, um ein bisschen zu quatschen, jedoch ist etwas Unerwartetes passiert. Er musste nach Prag und er weiß nicht, wann er zurückkommt." Ich erwidere mit meinem Einsehen: „Lenka, lass Tomas, er soll in Ruhe seine Angelegenheiten erledigen. Wir haben doch noch eine Menge anderer Abende, wann wir sprechen können." Lenka ist damit einverstanden und geht, und ich bleibe wieder alleine mit und in der Dunkelheit und der unendlichen Zeit.
Ich höre aber auf den Rat der „Gastgeber", setze mich deshalb hin und genieße mit dem Lederbesteck mein nicht identifizierbares Essen. Yummi, köstlich!
Dann laufe ich meine 20-minütige Strecke und setze mich auf das Bett. Ich nehme die Savasana-Stellung ein und beobachte, was mit mir passiert, was natürlich nichts war.

Weder Schlaf, noch irgendwelche Wesen, noch Geräusche – einfach NICHTS!
Und auf einmal …
Ich liege auf dem Rücken und sehe ein BILD vor mir. Wunderschön. Farbig, klar. Jede Kleinigkeit ist scharf ausgezeichnet. Vor mir liegt der ganze Raum und mein Sichtfeld ist von einem wunderschönen hellgrünen Baum erfüllt. Eigentlich von seiner Krone. Direkt in der Mitte hängt eine hellgrüne saftige Williams-Birne. Groß, genauso wie unsere. Sie ist ganz gesund und so angeschnitten, dass man ihr schönes saftiges Fruchtfleisch sehen kann. Nur noch kosten. Hinter dem Baum sehe ich einen blauen Himmel und es kommt das helle, gleichzeitig zerstreute Sonnenlicht hervor. Ich weide mich an dem Anblick. Dann kommt die Erkenntnis. Es ist doch nur ein Traum. In Wirklichkeit schlafe ich doch und ich träume es nur. Also mache ich die Augen auf, und ... Die Erscheinung ist nicht verschwunden. Ich staune. ich habe die Augen weit offen und doch ändert sich das Bild nicht. Es ist da! GOTT! Du bist ein Magier! Ich schlafe ja nicht und trotzdem sehe ich diese Gestaltung von dir. Sie ist völlig real! Ich genieße diese Atmosphäre des Sommertages. Langsam wird es dunkel und der hellblaue Himmel wird langsam dunkler, bis lila und der Abend kommt. Dunkel. Ich weine vor Dankbarkeit, Erleichterung, dass ich hier doch nicht alleine und verlassen bin. Dass ich für Gott doch sein geliebtes Kind bin. Danke dir GOTT!!!

Gespräch mit Tomas und Reaktion

Tomas kam zur vereinbarten Zeit, wie versprochen. Er setzte mich sachte auf das Bett und setzte sich auf sein Plätzchen mir gegenüber, direkt bei der Tür. Mit seiner, mir schon bekannten Art, sagte er mit natürlich fröhlicher und sorgloser Stimme: „Nun was? Wie geht es dir? Langweile? Dunkel? Fragst du dich, wieso du hier so unmöglich sitzt und in die Dunkelheit glotzt?" Ich habe sein Antré im Kopf ausgewertet und stellte mit Erleichterung fest, dass ich zwar sitze, aber nicht ins Dunkle „starre" wie ein Esel. Dass ich die Dunkelheit angenommen habe. Zwar nicht ganz einfach und problemlos, aber ich habe sie akzeptiert. Dass ich nicht mehr mit ihr kämpfe und es mir nicht darum geht , mir ETWAS zu beweisen. Auf der anderen Seite habe eine bestimmte, sensible Qualität gespürt, dass ich in Wirklichkeit nicht weiß, WAS ICH MIT DER DUNKELHEIT MACHEN SOLL! Dass, obwohl ich mich wehre, es hier ETWAS gibt, das mich nicht weiterlässt. Dass ich mir damit wirklich keinen Rat zu geben weiß. Und dass ich mich dabei gerne beraten ließe, wenn es ginge. Ich seufzte und hörte Tomas weiter zu.
Und er fuhr fort: „Weißt du, worin die Ursache deines Zustandes liegt? ANGST! Eine tiefe innere Angst, die dich festhält! Und nicht loslässt. Und weißt du, wieso du sie hast?“
Nein, sagte ich fast lautlos, weil ich staunte, woher das Tomas WEIß?! Und ich fragte ihn auch danach.
„Nun, das kam mir nur so für dich von OBEN. Was für eine aufrichtige Mitteilung, wie vertraulich ich es kenne, wenn mich Menschen fragen, woher ich das alles weiß! Und ich sage dir noch etwas, Darinka. Weißt du, wieso du diese ANGST in dir trägst? Weil du als Kind nicht die für dich notwendige Liebe von deinen Eltern bekommen hast. Sie konnten sie dir nicht geben und sie konnten nicht wissen, wie dir die Liebe fehlt. Aber sie HÄTTEN sie dir GEBEN SOLLEN!!! Du hattest das Recht darauf! Aber es war, wie es war. Du möchtest, dass die Angst jetzt weggeht. Weine jetzt alles aus, was da wehtut. Je mehr du weinst, desto mehr lässt du frei. Schimpfe deine Eltern aus, schreie sie an. Und vor allem, verteidige sie nicht, dass die Zeit damals anders war und dass sie nicht wussten, wie sie dir mehr geben sollten, als sie taten. Du hattest dein Recht darauf! Schrei es aus. Lass es raus.
Und begreife, dass dir diese Liebe immer noch fehlt! Dass du ohne Liebe völlig leer bist, und deshalb kann die ANGST fungieren! Sag dir, dass du ein SCHWARZES LOCH bist, das alle Liebe absorbiert. Erlaube dir das zu fühlen. Und wenn du Fragen hast wieso, wozu, weshalb, wofür, dann sei dir sicher, du liegst FALSCH und verstehst nichts. Erst wenn du Erleichterung verspürst, dann wird dir klar, dass etwas zu dir gekommen ist. Dann kannst du weiter gehen.
Das, was dir fehlt, hindert dich daran, mit anderen glücklich zu sein. Du erwartest von ihnen LIEBE, aber du hast keine in dir, deshalb können sie sie dir nicht geben. Du fühlst dich mit anderen seicht, sie ziehen dich nicht an. Sie sind dir fremd, und das tut dir weh, dass auch deine Nächsten dir fremd sind. Daher hast du deinen ständigen, inneren Schmerz."
Daraufhin tat sich etwas in mir und ich sagte Tomas weinend und schluchzend, über was für einen Schwachsinn sich die anderen unterhalten. Nichts davon interessiert mich, ob es regnen wird, was man wo billiger oder preiswerter kaufen kann, was der eine über den anderen gesagt hat...
„Na siehst du, du bist schon wieder einen Schritt weiter," meinte Tomas. „Versuche damit zu arbeiten, such in dir nach Antworten." Und mit diesen Worten verabschiedete sich Tomas. Und ich blieb alleine mit meinen Leid- und Schmerzgefühlen.

Dann kam die Nacht und ich schlief wieder unruhig und unterbrochen. Der Körper war ausgeruht, kein Wunder. Und ich war ständig voller Erwartung: Bilder von Gestalten, Engeln. Und NICHTS! Pure Verzweiflung. Ich träumte. In einem Traum waren viele Notebooks und jedes leuchtete in einer anderen Farbe und stellte irgendwelche 3-D-Modelle her. Ich sah sie deutlich und klar, auch wenn ich die Augen aufmachte. Ich war wach und der Traum war real. Überall um mich herum waren Notebooks, Notebooks, Notebooks. Dann kam auf einmal ein Mann und sagte, dass er nichts mehr damit zu tun hat und ich soll damit machen, was ich will.
Ich ging in den “Tag“ und widmete mich meinem Körper. Ich gab ihm, was er brauchte: Hygiene, etwas zu Essen und auch angemessene Bewegung. Natürlich in dem Ausmaß, wie es die Hütte ermöglichte.
Dann gab es nichts mehr zu „tun“, also setzte ich mich quer über das Bett und die Sachen setzten sich in Bewegung. Mich packte so eine Wut auf meine Eltern, dass ich gegen das Bett trat. Es kamen Tränen, Vorwürfe, Tränen, Reue, Machtlosigkeit. Ich weiß nicht, wie lange ich geweint habe, aber es kam in Wellen. Nach der ersten Runde kam die zweite, danach die dritte und dann hörte ich auf zu zählen.
Das ganze ging dann in einen Zustand völliger Verzweiflung über. Ich bin so unfähig! Schrie die Stimme in mir. Ich komme her wie ein „Dummerchen“ mit der naiven Vorstellung, dass ich meditieren werde, Energie empfange, ich stark werde, Wesen kommen und ich mich mit ihnen treffe und mit ihnen spreche. Dass sie mir schön alle ihre (mir bisher unbekannten, aber sicherlich notwendigen) Fähigkeiten zeigen, zu denen ich mich bisher nicht habe hinarbeiten können. Bei dem neuerworbenen Zustand werde ich doch sicher all die magischen Geheimsachen vorführen können... Und stattdessen sitze ich hier und heule wie ein völliger Blödel.
Auf einmal war ich bei Slavka, sie saß mir gegenüber wie eine stolze, mit aller Macht erfüllte Sphinx. Aber dennoch liebevoll. Also kuschelte ich mich an sie und sage ihr alles über meine Gefühle und weinte wieder. “Slavka, Palko wird mich so ausschimpfen, wenn er das alles erfährt, wenn er erfährt, wie „erfolgreich“ ich gewesen bin. Er hat mir doch noch selbst beim letzten Skype gesagt: „Keine Angst Darinka – das schaffst du! Du wirst sehen! Und wir sehen uns astral. ASTRALI!!!! Hi-hi-hi! Wie astral?! Ich bin nur hier, in der Dunkelheit, ich schlendere hier nur so herum und sonst NICHTS!!!” Slavka umarmte mich und ich fiel wieder in einen befreienden Schlaf.
Dann wachte ich auf und alles war anders. Mir fiel ein, dass ICH die LIEBE bin! Dass ich nirgendwo hingehen muss, ich niemanden bitten muss, damit er sie mir gibt. Dass ich einerseits zwar ein SCHWARZES LOCH für die Liebe bin, andererseits auch jede Münze zwei Seiten hat – Kopf und Zahl. Auch ich habe meine andere Seite. Und die ist voller Liebe und die Liebe STRAHLT aus mir heraus. ICH BIN DIE LIEBE, ICH BIN DIE LIEBE, ICH BIN DIE LIEBE!
Man, das war eine ENTDECKUNG!!! Diese Erleichterung! Und nun war es auch vollkommen irrelevant, ob mich Palko ausschimpft. ICH war hier. Die für mich wichtigste Person. ICH ICH ICH... Mit Liebe und Demut, und Freude. Mit tiefem Ein- und Ausatmen.
Dann kam die Zeit für das Mittagessen und damit auch Tomas, der einen „Bissen“ gebracht hat. Ein Wort ergab das andere und ich sage ihm: „ICH HABS! Tomas, ich bin die LIEBE! Richtig?“ Tomas meinte: „Du bist gut, so in etwa sieht es aus, Darinka. Und hier hast du dein Essen.“
Und ich meine nur: „Tomas, und kommst du am Abend zum Plaudern?“ „Klar komme ich!“ sagte Tomas und lief fort, in seinen Tag.
Und? Zum Glück kam er nicht und die Dinge konnten WEITERLAUFEN…

Träume und das Ritual

Also aß ich später von der „Köstlichkeit", die mir heute das Universum zuteilte. Schön nach den Empfehlungen von Tomas und Lenka. Zuerst die Hauptspeise. Ich habe mich wieder dazu wie ein alter Inder hingesetzt und genoss schön mit der Hand das Essen. Zuerst musste ich es anriechen, dann antasten, was das wohl ist. Und dann ... Hmmmmm. Es schmeckte himmlisch!
Nachdem ich mich ein wenig ausgeruht hatte, „streckte" ich meinen Körper wieder, und darauf hin gab es wieder nichts mehr zu tun. Es kam wieder die Reue und die Tränen, und ich ließ meinen Emotionen wieder freien Lauf, genau wie es Tomas gesagt hatte. Wie Vulkanausbrüche. Und ich ließ sie raus. Ich war wie der Atoll Mururoa: die Wellen gingen über mich, genauso wie ich es in den Dokumentarfilmen über die Nuklearexperimente unter Wasser gesehen habe. Es schien immer, dass es schon vorbei sei und dann kam es jedoch wieder und wieder. Das einzige Positive war, dass es immer kürzer und befreiender war.
Nach, ich weiß nicht wie langer, Zeit kam ein Moment der Entspannung, und ich setzte mich genussvoll auf das Bett und lehnte mich an die warme Oberfläche der Holzwand. Ich erinnerte mich, dass heute doch Donnerstag und VOLLMOND ist. Ich nahm die Kräfte der Natur und des Universums wahr, wie sie sich heben und alles kam mir auf einmal anders vor. Ich freute mich, aus meinem Inneren Wesen, aus meiner Entspannung und aus den neuen Gefühlen, die allmählig in mir auftauchten, heraus. Es kam das Vertrauen in Gott, das Vertrauen in mich selbst. Es kamen Gefühle von Freude, dass ich ICH BIN und ich das ganze genießen kann! Im gegenwärtigen Augenblick, nur so schauen und genießen

Vision: Tempel

Foto © Slavka Stresnakova I Pavol Malenky I Daghan-Malenky GmbH

So bin ich in einen befreienden Schlaf "geflogen". Ich weiß nicht, wie lange ich geschlafen habe. Auf einmal bin ich zusammengezuckt und setzte mich hin. Ich gucke vor mich und mein Mund bleibt offen stehen. Vor mir ist eine Wandplastik. Vom Boden bis zur Decke. Sie besteht aus vielen Erdhalbkugeln mit fein ausgearbeiteten Ornamenten. Daraus wachsen kleine Zweige von unbekannten Pflanzen. Ich habe noch nie zuvor so etwas gesehen. Die Oberfläche hat die Farbe, wie heller Sandstein und auch die Struktur ist so. Rau, aber dennoch schön und fein bearbeitet. Die Pflanzen ändern ihre Farben von hell- nach dunkellila. Sie wellen sich im zarten Tanz. Ich staune und fühle Ruhe und Tiefe. Ich kann mich nicht nach rechts drehen, dort ist das gleiche Relief wie vor mir, nur ohne Blumen. Das Gleiche auf der linken Seite. Ich stehe langsam auf und drehe mich nach hinten, das Gleiche. Ich bin in einem Tempel! Genau in seiner Mitte. Ich setze mich wieder hin und schließe in diesem Zustand von Glückseligkeit die Augen.

Aber was soll das? Das Bild ändert sich auf einmal. Vor mir ist eine andere Plastik. Es sieht wie ein Lavaaustritt aus, aber die Farben und die Bearbeitung sind anders – einzigartig. Die glatte, runde Oberfläche wechselt wieder von dunkel lila bis beige und das ganze wird von einem leuchtenden weiß überschattet, wie Michelangelos Alabaster. Ich mache die Augen auf, vor mir liegt das Tempelbild, ich mache die Augen zu, vor mir Alabaster. Eine Weile vergnüge ich mich so: Tempel – Alabaster, Tempel – Alabaster…
Dann kommt der Impuls: JETZT! Jetzt ist die richtige Zeit DAFÜR!!! Ich stehe langsam auf und mache ein großes Pentagrammritual. Das Vollmondritual! Ich spüre alle Götter, wie sie mit mir sind: Buschido, Jeremias, Abraham, Merlin, Erzulie, Loco, Banšua, Banšu und Ungu. Bingooo!
Man kann nicht in Worte fassen, was ich gefühlt habe und wie es war. Etwa … eine beglückende Extase…

Astrales Treffen und die Vision

Ich lege mich danach hin und schlafe den Schlaf des Gerechten. Auf einmal ist etwas anders. Es ist wie ein Traum. Palko kommt, hinter ihm Marion. Ich sehe zuerst nur Palko, wir begrüßen uns voller Freude und umarmen uns. Als ich über seine Schulter schaue, sehe ich Marion kommen. Lächelnd, mit einem Mädchengesicht. Sie wirkt so mädchenhaft, als wäre sie süße 17-18 Jahre alt. Sanftes Lächeln im Gesicht und auch eine Umarmung. Ich wende mich Palko zu uns sage: „Palko, pass auf Marion auf! Sie ist in Lebensgefahr. Sie hat sehr abgenommen und sie schwindet dahin." Palko lächelt: „Ich weiß, Darinka, und ich passe auf sie auf." Alle drei umarmen wir uns wieder.

Dann sagt mir Palko: „Guck! Siehst du das?" Und ich sehe mich, wie ich im Bett liege. Ganz entspannt, mit einem Lächeln im Gesicht. Ich weiß, dass ICH es bin. Ich sehe mich von oben und es ist so beruhigend. Allmählig wird mir klar, dass ich außerhalb meines Körpers bin und ich nehme es absolut ohne Angst wahr. Ich weiß, dass ich momentan nur ein Zuschauer bin. Mein Gesicht unten ist ruhig und lächelt. Es passiert nichts Kompliziertes. Ich muss mich um nichts bemühen. Es genügt zu SEIN.

Erleichterung und Befreiung - Ich bin Liebe

Es war ein wunderschönes, befreiendes Gefühl. Ich traf Palko und Marion. Ich war glücklich, erfüllt. Diese Herrlichkeit konnte mir keiner nehmen. Es war mein Erlebnis, nur meins! Ich nahm es mit meinem ganzen Wesen wahr. Ob es ein astrales Treffen war oder nicht, ich brauchte dafür keine Erlaubnis von irgendjemandem. Ich kannte meine Wahrheit! Es sind doch wunderschöne Sachen passiert. Die Momente, die ich erlebt habe, sind ein Teil von mir geworden. Ein Teil meiner Erkenntnis. Es war keine abgeguckte Formel, wie es andere Menschen erlebt haben.
Ich hörte immer noch Tomas Worte im Kopf: „Du vertraust und genießt nur die Schönheit der Momente.“

Und noch etwas sprudelte aus der Tiefe meines Herzens heraus: „Ich glaube! Auch ich bin das WUNDER, das ich mir erträumt hatte. Ich bin die Liebe, die ich mein ganzes Leben lang suchte. Und ich lasse es mir nicht nehmen! Das ist MEINE ERKENNTNIS!“
ES HÄNGT NUR VON MIR AB, WIE ICH DAMIT UMGEHEN WERDE! Es war eine wunderbare Entdeckung, alles vom ganzen Herzen lieben zu können. Die ganze Welt, alle Menschen. Ohne Rücksicht darauf, ob es ihnen gefällt oder nicht. Sie müssen nicht mittönen. Sie haben ihre Wahl, und ich RESPEKTIERE sie. Ich zwinge ihnen NICHTS auf! Ich strahle nur meine Ruhe und innere Harmonie aus. Das ist die EINIGKEIT. Das ist das Verschmelzen mit Gott. Man muss es nur annehmen und SEIN.
Die Tür hat sich für mich wieder geöffnet. Und damit eine REIHE VON MÖGLICHKEITEN.

Nacht vor der Abreise

Es war Freitag, eigentlich der letzte Tag. Ich habe eigentlich schon alles erlebt was wichtig war. Und wenn ich es als Ganzes betrachte, dann ist es wunderbar gesteigert. Hoffnungslosigkeit bis in die letzten Minuten. Und der Höhepunkt, als ich das ganze aufgegeben habe. Das ist eigentlich das Wesentliche. Ich habe aufgehört, zu drängen. Und dann konnte alles INS ROLLEN KOMMEN. Es war kein Hindernis mehr in mir. Wie einfach…
Morgen ist Samstag und ich gehe nach Hause. Endlich! Endlich? Will ich das eigentlich? Nicht wirklich. Ich lächelte. Ich wusste, dass es Unsinn ist. Ich will nach Hause. Ich freue mich auf den Moment, wenn ich aus der Dunkelheit raus kann. Ich freue mich auf das Spiel von Farben und Düften, die draußen auf mich warten. Ich war gespannt, wie es sein wird.
Tomas kam mit der täglichen Essensportion.
„Hallo! Ich habe dir einen Wecker gebracht. Willst du um fünf aufstehen und den Sonnenaufgang sehen?“

„Klar, Tomas!", war meine Antwort.
„Ich habe mir schon gedacht, dass du das willst. Ich habe ihn dir auf fünf Uhr morgens eingestellt. Das wirst du gerade schaffen. Bis halb sechs machst du dich fesch und dann kannst du rauskommen. Bald haben wir Tag-und-Nacht-Gleiche und die Sonne geht um etwa halb sieben auf. Es wird schön langsam hell werden.“
„Tomas, ich weiß nicht, wann mich mein Mann abholen wird. Wenn es erst später wird, kann ich dann noch mit dir sprechen?“
„Natürlich, nur stehe ich am Samstag später auf.“
„Gut, ich werde dich nicht wecken. Wir werden sehen.“
Wir haben uns eine gute Nacht gewünscht und ich ging zu Bett.
Tomas sagte mir zwar, wie man den Wecker bedient, aber werde ich ihn hören, wenn die Tür zu ist? Der „Zweifelwurm" nagte perfekt. Also stand ich noch auf und machte die Tür in den Flur auf, damit ich nicht verschlafe. :-)

Morgendliches Erwachen, Licht, die reine Natur und Prana genießen

Der Wecker meldete sich um die Uhrzeit, auf die ihn Toms eingestellt hat. Ich war schon mindestens eine Stunde wach und wartete nur auf sein Klingeln. Ich dachte nur daran, dass jemand schon vielleicht wach ist und sich auf die Fahrt zu mir vorbereitet…
Ich bin langsam aufgestanden, machte meine morgendliche Toilette, trank Tee. Ich überlegte, wie warm es draußen sein wird. Hm, wahrscheinlich nicht sehr warm. Macht nichts. Wenn es notwendig ist, ziehe ich noch mehr Sachen an.
Ich dachte noch an Tomas Bemerkung: „Sei vorsichtig. Dir wird schwindlig sein, also gehe langsam, damit du nicht hinfällst! Neben der Tür hast du einen Baumstumpf, da kannst du meditieren."
Meine Hütte – Tempel – war WESTLICH. Wenn ich es also richtig auffasse, dann sollte die Eingangstür westlich gerichtet sein. Und am Donnerstag war Vollmond. Wenn wir also bald Tag-und-Nacht-Gleiche haben, dann zieht der Mond zu dieser Zeit gerade die Sonne hinter sich. Die Sonne wird also im Osten aufgehen und der Mond wird ihr im Westen gegenüberstehen. Wenn ich also die Tür aufmache, werde ich den Mond direkt vor mir haben. Ich nahm tief Luft – und... ÖFFNETE DIE TÜR.

Leute, war das ein Anblick! Der Mond hing mir wirklich direkt über dem Kopf. Es war nicht schwer, ihn direkt anzusehen. Ich spürte die frische morgendliche Brise. Herrlich! Ich legte mein Meditationskissen auf den Stumpf und schon war ich in meine Meditation vertieft. Toll! Die Vibrationen waren stark. Ich badete in Prana.

Die Kälte jagte mich fort. Ich zog mir noch etwas über und ging mir das Areal ansehen. Schön langsam, ich wollte ja nirgendwo landen! Auf gar keinen Fall. Ich ging zur Bank, die mir Tomas empfohlen hatte. Dann zurück zu den Hütten. Als ich angereist bin, habe ich am Ende des Grundstücks ein Gehege mit grasenden Pferden bemerkt. Jetzt waren sie nicht zu sehen, aber es war ja auch wirklich noch früher Morgen.
Als ich um die anderen Hütten – Tempel - herumging, sah ich, dass direkt hinter meiner eine, mit angelehnter Tür ist und Männersandalen vor ihr lagen. Es reizte mich sehr, mit einem Menschen zu sprechen, der genau wie ich, heute seinen Aufenthalt in der Dunkelheit abschließt. Etwas sagte mir jedoch, dass es keine gute Idee wäre. Was wenn dieser Jemand mit seinen Erlebnissen alleine sein möchte. Ich würde ihn nur stören. Also ging ich zurück.
Ich sah auf den Wecker und es war schon viertel nach sechs. Ich ging mal nachsehen, wo in etwa die Sonne aufgehen wird. Ich lasse mir den Anblick der aufgehenden Sonne nicht entgehen. Ich gucke und da zwischen den Bäumen könnte es sein. Ja, man sieht da schon die Himmelsröte. Brrr. Der Wind ist recht stark und mir ist wirklich kalt. Ich suche einen Windschutz. Ich finde einen Windschatten hinter meiner Hütte. Und auch die Aussicht ist gut. Noch einen Moment…
Und dann zeigt sich wirklich schon die purpurrote Halbkugel. Genau da, wo ich sie erwartet hatte. Es ist ein atemberaubendes Theater. Danke dir, Gott! Vom ganzen Herzen, danke – FÜR ALLES!!!

Telefonanruf und Abreise

Nach einer Weile konnte man nicht mehr in die Sonne schauen. Also drehte ich mich um und ging mein Handy anmachen. Daraufhin wählte ich Jozkos Nummer. Es klingelte. Und…
„Hallooo", meldete er sich am anderen Ende.
„Hier Adler! Ich melde meine Rückkehr ins Licht!", antworte ich lächelnd. „Wo bist du?“
„Nun, irgendwo hinter Brno", klang eine ungenaue Antwort meines Mannes. Ich war daran gewöhnt und nach einer Woche Training in der Dunkelheit „brachte es mich nicht aus der Fassung". Außerdem klang seine Stimme so wunderbar angenehm. Er könnte mir egal was sagen, ich würde es ertragen.
Er sprach aber von alleine weiter: „Tja, wie spät ist es?“
„Viertel vor sieben.", sagte ich. „Du bist gut, wenn du schon hinter Brno bist!“
„Um die Wahrheit zu sagen", fuhr Jozko fort, „um vier hat mich etwas aufgeweckt und ich konnte nicht mehr einschlafen. Es war heftig. Also bin ich aufgestanden, zog mich an und setzte mich ins Auto. Weißt du was? Pack deine Sachen, gegen halb acht könnte ich schon bei dir sein.“
„Gut, abgemacht!“

Es war nicht schwer die paar Kleinigkeiten einzupacken. Bald hatte ich nichts zu tun. Also ging ich wieder nach draußen an die Morgensonne. Ich sah den Nachbarn aus der Nebenhütte weggehen. Er ging mit einem anderen Mann zum Parkplatz. Einen Moment später fuhr ein dunkelblaues Auto schon runter zum Ausgang.
Mir war langweilig und kalt. Ich wollte nicht mehr drinnen sein, mich zog es nach draußen und so wollte ich die Wartezeit vertreiben. Ich ging ganz nach unten zum Parkplatz. Zwecklos suchte ich nach einem Windschatten. Also ging ich zurück hinter meine Hütte, wo es kaum windig war und die Sonne mich wärmte.
Das Telefon hatte ich bei mir. Endlich klingelte es.
„Ich bin schon am Tor.", sagte Jozko. „Doch es ist geschlossen.“
"Ja?", wunderte ich mich. „Vor kurzem sind hier zwei Leute weggefahren. Aber ich weiß noch die Nummer für den Eintritt, die mir Tomas vor der Anreise geschickt hatte.“
„Solche Sachen merkst du dir? wunderte sich Jozko.
„Nun, weißt du – ich bin eine Spezialistin für Codes und Zahlen im Allgemeinen!", antwortete ich lächelnd. „Wähle 2580.“
„Warte, wo sind hier die Tasten? Aha! Was sagtest du? 2580, hast völlig Recht! Es geht schon auf!", meldete Jozko im Telefon.
Ich ging vorsichtig runter zum Parkplatz. Ich war ein wenig duselig. Jozko parkte schon unser Auto ein.
Plötzlich tauchte da, wie aus dem Nichts, bei einem anderen Auto irgendein Mann auf. Wir haben uns begrüßt und er sagte gleich: „Ich bin Tomas Vater.“

„Nett sie kennenzulernen!", antworteten wir gleichzeitig. „Wissen Sie", fuhr mein Ehemann fort, „ich komme, um meine Frau nach einer Woche in der Dunkelheit abzuholen.“
„Aha, und wie war es? Gut?“
„Selbstverständlich, aber ich freue mich schon auf zu Hause.", antwortete ich. „Wir holen noch den Koffer.“
Ich zeigte Jozko noch, was ich mir angesehen habe, wo der Mond war und wo die Sonne aufgegangen ist.
Die Pferde waren schon im Gehege. Und wir schritten mit meinem Koffer in der Hand zum Auto. Jozko legte ihn in den Kofferraum und zog seine Ausrüstung heraus. Er ist immer großzügig, er hat immer die richtigen Ideen zur richtigen Zeit. Auch jetzt nahm er eine Tasche mit „Inhalt“ heraus. Drinnen waren unsere fantastischen Birnen und eine Flasche unseres vorjährigen Marillenschnaps.
„Komm“, sagte Jozko, „wir geben das Tomas.“
„Denkst du, dass er schon aufgestanden ist? Er sagte, dass er am Samstag gerne ausschläft. Und es ist erst kurz nach halb neun.“
„Wir probieren es. Wenn wir es nicht versuchen, dann werden wir es nicht wissen.“, meinte Jozko.
Also gingen wir an den schlafenden Kaukasischen Schäferhunden vorbei und klopften an die Tür. Tomas Vater war nicht da. Jozko ging in den Flur und noch ein Stück weiter.
„Hallooo?“, keiner da. Da tauchte auf einmal ein kleines Mädchen auf, das ich bei meiner Ankunft bemerkt habe.
„Hallo! Wie heißt du?“
„Ich bin Sofi.“, antwortete sie.
„Ja? Und warst du schon in der Schule? Weißt du, was dein Name bedeutet? Es kommt vom griechischen Sophia und heißt übersetzt WEISHEIT.“
„Ich weiß es nicht, und ich war schon in der Schule, ich gehe schon in die zweite Klasse. Eigentlich war ich nicht da. Mutti lernt mit mir zu Hause. Wir haben es weit zur Schule.“
Da tauchte hinter dem Mädchen Tomas auf. Im Pyjama: „Entschuldigung, ich bin jetzt aufgewacht. Ich war vier Mal bei Hanicka in der Nacht.“
„Das ist OK, Tomas. Ich bin nur gekommen, um mich zu verabschieden. Ich wollte nicht nur so weggehen. Das ist nicht meine Art.“
„Und hier ist etwas Leckeres, Tomas.“, Jozko überreichte die Tasche.
„Schööön, und was ist das?“, wunderte sich Tomas.
„Ein kleiner Gruß aus unserem Garten. Und ein kleines Dankeschön für deine Fürsorge, Tomas!“, bedankte sich Jozko.
„Nochmals vielen Dank für alles! “, umarmte ich Tomas zum letzten Mal.
„Gute Fahrt! Ich mache euch auf. Das System lässt euch nicht raus!“

Rückkehr, Gespräch und Erfüllung

Wir stiegen ins Auto und fuhren nach Hause. Jozko erzählte, wie die Fahrt war, wie er sich wohl oder übel die Gegend angesehen hatte, weil er sich verirrt hatte.
Ich war der glücklichste Mensch auf Erden. Ich habe eine Woche in der Dunkelheit überlebt. Ich sehnte mich nach meinem Zuhause und ich wollte die Rückkehr genießen. Ich schilderte Jozko verschiedene Erlebnisse und Gefühle.
Ich fühlte mich nicht ganz behaglich. Der Bauch zwängte nach dem Eingriff, das Bein tat weh, aber in meinem Inneren klang immer: Du bist die Liebe, vertraue und genieße.
Ich sehnte mich nicht danach, mit der restlichen Welt zu telefonieren. Da war etwas, was ich „verdauen" musste. Ich musste es mir im Kopf und in meiner Seele ordnen.
Wir kamen um ein Uhr nachmittags zu Hause an. Der Hund begrüßte uns, er war froh, uns wiederzuhaben. Beide. Wenn unsere Tiere nur sprechen könnten.
Ich hatte mir auch schon überlegt, was ich kochen würde, wir sollten doch nicht hungrig bleiben.
„Komm, wir begrüßen unsere Tochter.", sagte Jozko.
„Gut", entgegnete ich. Wir gingen zu ihrem Haus.

Wir machten die Tür auf und es war sofort klar, dass wir im richtigen Augenblick gekommen sind. Sie haben sich gerade an den Tisch gesetzt. „Esst ihr mit?", lud uns unsere Tochter mit aufrichtiger Freude zu Tisch.
„Nun, ich sage nicht NEIN!", lächelte ich.
Schon hatte ich einen Teller mit bester hausgemachter Bohnensuppe vor mir. Sie war köstlich, danke Basenka! Ich werde es dir nie vergessen, klang in meiner Seele.
Es waren zauberhafte Momente voll ungefälschter Freude aus der Begegnung nach einer Woche Abwesenheit!

Dann habe ich nur noch ausgepackt und zwei Menschen geschrieben. Einer Freundin, die sich Sorgen um mich gemacht hatte, weil ich ihr weder auf die SMS, noch auf den Anruf geantwortet hatte. Entschuldige, meine Liebe!
Und mit „flauem Magen“ schickte ich Palko eine Nachricht über meine Rückkehr. Er antwortete und am Sonntag haben wir telefoniert.
Die Mission war erfüllt. Die Liebe strömte, ich vertraute und genoss den Augenblick. Und ich habe mir endlich erlaubt, MIR SELBST ZU GLAUBEN!

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