Meditation
Was ist Meditation?

Manche Menschen sind der Ansicht, dass es bei der Meditation um eine Flucht vor unseren Leben geht, vor unseren schmerzlichen Gefühlen oder sogar vor der Wirklichkeit selbst. Tatsächlich ist Meditation das genaue Gegenteil. Meditation bedeutet, aus dem Lärmenden Durcheinander der von uns selbst projizierten Welt hinauszutreten und zur einfachen und stillen Klarheit des Hier und Jetzt zurückzukehren. Meditation besteht darin, innezuhalten und sich der Wirklichkeit zu stellen. In der Meditation erforschen wir unseren Geist offen und ehrlich, ohne irgendwas zu verleugnen.
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Meditation ist, wenn der Meditierende seine ganze oder ein Teil seiner Aufmerksamkeit nach Innen richtet um die Gedanken, Gefühle und den Energiefluss zu beobachten und zu steuern. Dabei versucht der Meditierende den Ursprung von Gedanken, Gefühlen und Energieflüssen zu erkennen.
Warum soll ich meditieren?
Was ist Meditation? Meditation-Anleitung.

Aufmerksam und konzentriert – das sind wir selten. Statt bei der Sache zu sein, lassen wir uns ständig von den eigenen Sorgen und Gedanken ablenken und herumscheuchen. Wir fühlen uns erschöpft und ausgebrannt. Meditation kann hier gegensteuern. Ihr Nutzen für unser Wohlbefinden ist inzwischen vielfach belegt. Dennoch glauben viele, Meditation sei nichts für sie. Möglicherweise wissen sie noch zu wenig über diese Methode.
Das Bedürfnis, endlich wieder einmal abzuschalten, auf andere Gedanken zu kommen, aus dem täglichen Hamsterrad auszusteigen, den Stress abzuschütteln, Raum für sich zu haben und vielleicht neue Ideen und Ziele zu entwickeln – diese Wünsche kennen wohl die meisten von uns.
Dabei ist es unbedingt nötig, dass wir uns in beiden Zuständen gleichermaßen zu Hause fühlen:
"Zu einem Leben, das Anstrengung und Mühe verlangt, gehören Phasen der Ruhe, Entlastung und Entspannung dazu."
Meist kommen wir dem nötigen Ausgleich näher, indem wir einfach ausschlafen, dösen, tanzen oder einem Hobby nachgehen. Aber nicht immer gelingt es uns, auf diese Weise die Anspannung loszulassen. Und was dann? Dann müssen wir nach anderen Wegen suchen. Meditation könnte ein solcher Weg sein, denn sie ist zunächst einmal eine Entspannungsmethode. Und für alle Entspannungsmethoden ist wissenschaftlich belegt: Wer sie beherrscht, lernt nicht nur Gelassenheit, sondern gleichzeitig auch alternative Handlungsweisen, auf Stress zu reagieren. Das können Belastungen im Alltag sein, mit denen wir gelassener umgehen, oder chronische Schmerzen, die sich besser ertragen lassen.
Vor allem bei chronischem Stress, wenn uns keine Lösungsmöglichkeiten für die Stress auslösende Situation einfallen und alle Gegenstrategien fehlschlagen, wäre es hilfreich innezuhalten, sich selbst zu beruhigen und mit Bedacht nach alternativen Wegen der Bewältigung zu suchen. Hier bekommen wir mit der Meditation Techniken an die Hand, die genau das ermöglichen.
Wie soll ich meditieren?
Meditation lernen.

Ob Achtsamkeitsprogramm oder Bensonmethode, Yoga, Tai-Chi oder Zenmeditation – bei allen Methoden handelt es sich um ein Geistestraining, das es in sich hat: "Der meditierende Mensch beschäftigt sich mit seinen mentalen Zuständen und Prozessen. Er übt dabei die bewusste Gestaltung des eigenen Bewusstseins."
Meditation beruhigt Körper und Geist und bewirkt, dass wir eine wohlwollendere Haltung uns selbst gegenüber einnehmen. Wie aber kann dieser Zustand erreicht werden? Gerade zur Bewältigung von Stress hat sich die Konzentration auf den eigenen Atem bewährt:
"Mit einer achtsamen Atmung können wir unser inneres Bedürfnis besser wahrnehmen und in Richtung Ruhe und Gelassenheit verändern."
So lassen sich körperliche Reaktionen auf den Stress wie etwa Herzrasen mindern, und Gefühle werden als weniger aufwühlend erlebt. Das ist der Grund, warum wir uns nach der Meditation nicht nur körperlich entspannt, sondern auch gedanklich und gefühlsmäßig „beruhigt" fühlen. Diese Wirkung des Meditierens ist kein mystisches Wunder. Vielmehr schließen sich die Zustände „entspannt" und „ängstlich" aus, sie können nicht gleichzeitig existieren. Die ausschließliche Konzentration auf den eigenen Atem lässt uns vom Grübeln, Vorausplanen und quälenden Denkschleifen Abstand nehmen und ist daher so wirksam.
Durch diese Unterbrechung des Denkens, die bei der konzentrierten Innenschau geschieht, stehen uns noch mehr Möglichkeiten offen als das kurzfristige Aussteigen aus dem Stress: Wir bekommen die Chance, die eigene Lage aus einer anderen Perspektive zu betrachten – und gegebenenfalls umzudeuten. Ob wir Stress empfinden, hängt vor allem von unserer Bewertung ab. Der chronische, gesundheitsschädliche Stress, die unkontrollierbare Stressreaktion, entsteht erst dann, wenn wir in einer als misslich empfundenen Lage hängenbleiben und uns mit Routinereaktionen nicht aus ihr befreien können. Indem wir innehalten und dies erkennen, haben wir vielleicht die Möglichkeit, das, was uns Stress bereitet, als „Herausforderung" umzudeuten und damit als ein Problem zu sehen, das zu bewältigen ist. Beispielsweise könnten wir eine Trennung statt als Katastrophe auch als Chance sehen, das Leben in ganz neue Bahnen zu lenken; eine Kündigung könnte die Möglichkeit bieten, noch einmal zu überlegen, welche Art von Beruf man eigentlich machen möchte. Ebenso zeigen sich vielleicht neue Wege, mit einer chronischen Krankheit umzugehen.
Eine grundlegende Meditationsübung besteht deshalb darin, die eigenen Gedanken „ohne Bewertung anzusehen und ziehen zu lassen". Das klingt banal, aber indem wir die eigenen Gedanken von außen betrachten und lernen, uns selbst beim Denken zuzuschauen, gewinnen wir grundlegende neue Erkenntnisse. Schon dieses Anschauenkönnen mit Abstand hilft, die Identifikation mit den eigenen Gedanken aufzugeben. Und es beinhaltet, dass wir theoretisch auch etwas anderes denken könnten. Genau deshalb werden beim Meditieren die aufkommenden Gefühle, ein Jucken am Fuß, ein Brennen in den Beinen, möglichst gleichmütig behandelt – wir sollen sie wahrnehmen und ziehen lassen. Wer das schafft, hat schon den Grundstein für den Ausstieg aus dem Hamsterrad, dem Getriebensein gelegt.
Die Messungen von Hirnströmen mit der Elektroenzephalografie (EEG) und Ansichten aus dem Inneren unseres Denkorgans mittels Magnetresonanztomografie (MRT) zeigen: Ständig geht uns etwas im Kopf herum. Beim Meditieren ist das Gehirn zwar ebenfalls sehr aktiv, doch das Muster dieser Aktivierung und unser geistiger Zustand sind grundlegend anders. Statt dem Affen, der sich beschäftigen will, zu folgen und entsprechende Gedanken zu produzieren, schauen wir ihm gleichmütig zu – und merken, wie er sich beruhigt.
„Durch die Übung, die Dinge von einer anderen Warte aus zu betrachten, sind wir nicht mehr mit allen Gefühlen und Gedanken vollständig identifiziert. Mit diesem Abstand entsteht auch ein zunehmendes Vertrauen, dass sich sogar die größten inneren Dramen wieder auflösen, wenn wir es schaffen, nicht auf die entsprechenden Gedanken einzugehen."
Beim Meditieren wird nicht nur das Vertrauen gestärkt, die eigene Stimmung steuern zu können. Durch die konzentrierte Innenschau werden wir auch empfindsamer für alles, was wir erleben. Das wunderschöne bunte Herbstlaub, der strahlend blaue Himmel – diese Eindrücke nehmen wir im Alltagsstress oft gar nicht zur Kenntnis.
Literatur:- Steve Hagen: Meditation – beginnt jetzt genau hier! Windpferd, Obersdorf 2010
- Ulrich Ott: Meditation für Skeptiker. Ein Neurowissenschaftler erklärt den Weg zum Selbst. O. W. Barth, Frankfurt 2010
Meditation–
Die sechs Schätze. Meditationstexte.

In unserem Inneren liegen sechs ganz besondere Fähigkeiten verborgen, die uns helfen, die spirituelle Einwirkung zu bescheinigen und die inneren Barrieren zu überwinden.
Durch Meditation und Befolgung der ethischen Prinzipien können wir Geist, Bewusstsein, Intellekt und Ego reinigen, falsche Anhaftung und schlechte Eigenschaften überwinden und ihre destruktive Energie ins Gute umwandeln.
Diese Schätze sind: Shama, Dama, Shraddha, Titiksha, Uparati, Samadhana.
Shama ist innere Stille und Gelassenheit. Diese erlangen wir, indem wir Geist und Sinne vom Getriebe der äußeren Welt zurückziehen und im inneren Selbst zu zentrieren.
Dama bedeutet Selbstkontrolle. Indem wir die Sinne, Gedanken und Gefühle mit dem Verstand (Buddhi) zügeln, sodass sie nicht wie wilde Pferde davongaloppieren, können wir unüberlegte Taten vermeiden und uns in der Folge Probleme und Leid ersparen.
Shradda ist Vertrauen. Vertrauen ist etwas ganz grundlegendes in der spirituellen wie auch in jeder weltlichen Beziehung. Wo der Glaube fehlt, wächst Zweifel heran und zerstört allmählich die Liebe.
Wem sollst du vertrauen? Zu allererst dir selbst. Viele Menschen haben ihr Selbstvertrauen verloren.
Desweiteren habe Vertrauen in deinen Weg und deine Aufgabe, auf dass nichts und niemand dich davon ablenken oder gar abbringen kann. Der Weg zur Vollkommenheit verlangt unbedingtes Vertrauen.
Wenn du dich einmal für einen Weg entschieden hast, so lasse dich nicht durch Schwierigkeiten entmutigen. Sei vom Erreichen dessen, was du dir vorgenommen hast, zutiefst überzeugt und sage zu dir selbst mit innerer Gewissheit: „Ich werde es schaffen". Denke nicht: „Ich werde es versuchen". Damit lähmst du dich nur. Nimm die Chance mutig an, die dir das Schicksal bietet und lege das Ergebnis deines Bemühens in Gottes Hand.
Drittens schenke deinem Meister und Gott absolutes Vertrauen. Wenn du ständig zweifelst, kannst du die Wahrheit nicht sehen, auch wenn sie direkt vor deinen Augen stünde.
Uparati bedeutet, über den Dingen zu stehen, von nichts abhängig zu sein und nichts zu fürchten. Wenn du allem, was dir begegnet, mit einer positiven Einstellung gegenüberstehst, kann nichts dir wirklich Schaden zufügen, weil du auch aus Unglücksfällen wertvolle Lehren ziehen kannst. Ängste und Probleme entstehen immer dann, wenn man befürchtet, etwas zu verlieren. Ein Reicher, der sich mit Wächtern, Riegeln und Schlössern umgibt, ist in Wahrheit ein Gefangener seines Besitzes.
Titiksha ist Gleichmut und innere Stärke. Jeder weiß, dass wir im Leben immer wieder auf Hindernisse und Schwierigkeiten trennen. Wann war das Dasein je gänzlich frei von Problemen? Verlieren die Nerven nicht, auch wenn die Lage hoffnungslos erscheint. Denke daran, dass nichts ewig dauert. Unveränderlich und ewig ist nur das Selbst. Alles andere ist unbeständig und vergänglich, denn die Zeit schreitet unaufhaltsam weiter. Der Körper ändert sich in jeder Sekunde; ebenso wechseln die Gedanken, Gefühle und Situationen. Verzweifle niemals, auch wenn es dir einmal schlecht ergehen sollte. Bete zu Gott um Titiksha, innere Stärke, Tapferkeit und Standhaftigkeit.
Samadhana, der letzte der sechs Schätze, bezeichnet die innere Sammlung und Zielgerichtetheit. Verliere nie das Ziel aus den Augen. Wenn Störungen und Widerstände auftauchen, setze dich ruhig hin, schließe die Augen und denke über die Situation nach. Wenn eine Aufwallung von Ärger und Wut dich zu übermannen droht, handle nicht sofort. Halte Distanz und beobachte die Gefühle nur.
Mahaprabhuji sagte: „Bei hohen Wellengang soll man nicht im Meer nach Perlen tauchen." Warte also ab, bis sich die inneren Wogen wieder halbwegs geglättet haben und stelle dir ganz behutsam und ruhig die folgenden Fragen.
Samadhana bedeutet also ganz allgemein, sich zurückzuziehen und zu beobachten. Wenn sich die inneren Wellen beruhigt haben, können wir tief in unser Selbst eintauchen. Nur so können wir die Wahrheit und Wirklichkeit erkennen und den Sinn aller Schwierigkeiten und Leiden verstehen. Indem wir den Geist von den äußeren Dingen zurückziehen, können wir uns mit dem höheren Bewusstsein in uns verbinden, das Antwort auf alle Fragen weiß.
Die Musik und Worte sind zwar Geräusche, aber sie können so angewendet werden, dass sie die Stille, Ruhe und Frieden erschaffen.
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Fühlen Sie sich unorganisiert, unmotiviert, ohne Energie und Sie wissen nicht, wieso? Sehr häufig resultiert das aus bestimmten Verhaltensmustern, Trends oder gewissen Routinen, welchen wir uns hingegeben haben, ohne dies tatsächlich wahrgenommen zu haben. Diese Verhaltensmuster und Routinen können verändert und manipuliert werden, sodass sie Ihr Leben vielmehr positiv als negativ beeinflussen. Sie können alles erreichen, sobald Sie Ihren Geist und Ihr Herzblut hineinstecken und wir können Ihnen dabei helfen!





