Spirituelle Zitate und Sprüche

Die letzte Fahrt

Taxi1
New York, ein Taxifahrer erzählt: Ich sollte meinen letzten Fahrgast abholen, man bestellte mich zu einer Adresse. Als ich vor dem Haus stand, hupte ich. Nach einiger Zeit hupte ich noch einmal. Es dauerte sehr lange, ich wollte eigentlich schon weg fahren und meine Schicht beenden. Ich weiß nicht warum, aber ich parkte das Taxi und klopfte an der Tür.

Ich hörte eine gebrechliche Stimme sagen: „ Eine Minute bitte." Man konnte hören, wie etwas schweres über den Boden gezogen wurde. Nach einiger Zeit öffnete eine kleine Frau die Tür, sie sah aus wie aus den 40er Jahren, war bestimmt 90 Jahre alt und sie hatte einen Hut mit Schleier und ein Kleid an.

Neben ihr stand ein kleiner Koffer. In der Wohnung sah es aus, als stände sie seit Jahren leer. Die Möbel waren alle mit Tüchern bedeckt. Die Schränke waren leer und es waren keine Uhren an den Wänden zu sehen. Geschirr war auch nirgends zu sehen. In einer Ecke stand ein Umzugskarton mit Glaswaren und Fotos.

Foto: © Delphotostock - Fotolia.com I pmalenky
Taxi1
New York, ein Taxifahrer erzählt: Ich sollte meinen letzten Fahrgast abholen, man bestellte mich zu einer Adresse. Als ich vor dem Haus stand, hupte ich. Nach einiger Zeit hupte ich noch einmal. Es dauerte sehr lange, ich wollte eigentlich schon weg fahren und meine Schicht beenden. Ich weiß nicht warum, aber ich parkte das Taxi und klopfte an der Tür.

Ich hörte eine gebrechliche Stimme sagen: „ Eine Minute bitte." Man konnte hören, wie etwas schweres über den Boden gezogen wurde. Nach einiger Zeit öffnete eine kleine Frau die Tür, sie sah aus wie aus den 40er Jahren, war bestimmt 90 Jahre alt und sie hatte einen Hut mit Schleier und ein Kleid an.

Neben ihr stand ein kleiner Koffer. In der Wohnung sah es aus, als stände sie seit Jahren leer. Die Möbel waren alle mit Tüchern bedeckt. Die Schränke waren leer und es waren keine Uhren an den Wänden zu sehen. Geschirr war auch nirgends zu sehen. In einer Ecke stand ein Umzugskarton mit Glaswaren und Fotos.

„Wären Sie so nett mir den Koffer zum Auto zu tragen?“ fragte sie mich. Ich brachte den Koffer in den Kofferraum und ging dann zu ihr zurück um sie zum Auto zu geleiten. Sie bedankte sich ganz herzlich bei mir. „Für mich ist das selbstverständlich, ich bin so zu ihnen, weil ich es mir wünsche, das andere auch so zu meiner Mutter sind.“

„Das ist so gütig von dir Junge“, sagte sie. Wir saßen im Taxi und sie sagte mir die Adresse, zu der ich sie fahren sollte. Dann sagte sie: "Bitte fahren sie mich durch die Stadt.“ „ Das wäre aber ein langer Umweg“, sagte ich zu ihr. „ Ach das macht nichts, ich habe es nicht eilig. Wir sind auf dem Weg zur Sterbeklinik.“
Ich war erschrocken und schaute nach hinten. Ihre Augen glänzten. „Ich habe keine Familie und der Arzt hat gesagt, das ich nicht mehr so lange leben werde.“ Sagte sie mit einer ganz weichen Stimme. „Wo sollen wir überall vorbei fahren?“ sagte ich und schaltete das Taxameter sofort aus.

Wir fuhren zwei Stunden durch die Stadt. Sie zeigte mir wo sie als Aufzugswärterin gearbeitet hat. Wir dort hin, wo sie mit ihrem Ehemann gelebt hatte und dann zeigte sie mir den Ballsaal, wo sie als junges Mädchen zu tanzen hinging. Daraus ist heute ein altes Möbellager geworden. An manchen Gebäuden bittete sie mich langsam zu fahren, sie sagte nichts, sondern guckte nur dort hin.

Als die Sonne am Horizont zu sehen war, sagte sie: „ Es ist Zeit. Ich bin müde.“ Ohne das wir beide noch etwas sagten, fuhren wir zu der Adresse. Dort sah es aus wie ein Erholungsort, ein flaches kleines Gebäude. Wir fuhren in die Einfahrt. Dann kamen schon zwei Pflegekräfte, die offensichtlich besorgt waren. Sie hatten sie bestimmt schon lang erwartet und achteten bei der gebrechlichen Frau auf jede Bewegung.

Ich brachte ihr den Koffer bis vor die Tür, dort saß sie schon im Rollstuhl. „Wie viel bekommen sie denn von mir?“ fragte sie mich und bat die Pflegekräfte um ihren Geldbeutel. „Gar nichts“ sagte ich. „ Sie leben aber doch von diesem Geld“ sagte sie zu mir. „Es werden auch andere Fahrgäste kommen“ sagte ich.
Ohne nachzudenken, nahm ich sie in den Arm und Umarmte sie ganz herzlich. Auch sie drückte mich ganz fest an sich. „Wissen sie, sie haben mir heute einen Moment der Freude geschenkt, vielen dank“, sagte sie. Ich drückte ein letztes mal ihre Hand und ging zum Taxi in Richtung Sonnenaufgang… Als sich die Tür der Klinik hinter mir schloss, kam mir das vor, wie der Abschluss eines Lebens.

Ich fuhr ziellos durch die Gegend, machte mir so viele Gedanken und holte für heute keine Fahrgäste mehr ab. Ich konnte den ganzen Tag kaum sprechen. "Was wäre wenn ich nach dem hupen einfach weggefahren wäre? Für meinen Teil war das das wichtigste, das ich jemals in meinem Leben getan habe.“ Liebe Freunde, stellt euch vor, diese gebrechliche alte Frau, wäre an einen ungeduldigen und unfreundlichen Fahrer gelangt! Was wäre passiert?
Das Eindrucksvolle an dieser Geschichte ist, wenn man sich selbst etwas näher kommen möchte, dann sollte man es für wichtig empfinden auch auf andere Menschen zuzugehen! Die meisten denken, das die großen Dinge im Leben wichtig sind, aber die kleinen Dinge sind viel wichtiger! Wenn wir ab und zu mal offen für neues wären, könnten wir, wie dieser Taxifahrer, solche inspirierenden Momente erleben. Nehmen sie sich Zeit für Liebe, Menschlichkeit und die kleinen Aufmerksamkeiten, die das Leben ausmachen und bereichern! Das ist das was wirklich zählt!

Foto: © Delphotostock - Fotolia.com I pmalenky