Kartenlegen mit Tarot-Karten.

Wahrsagen, Hellsehen und Zukunftprognose.

Jede Tarotkarte hat viele verschiedene Deutungen. Die Deutung hängt nicht nur von der Art der Frage ab (Beruf, Beziehung oder spirituelle Entwicklung), sondern auch davon, welche Legemethode benutzt wird (z.B. Das Geheimnis der Hohepriesterin, Das Keltische Kreuz, Das Kreuz) sowie welche Karte vor oder nach der gezogenen Karte liegt.

In diesem Abschnitt werden wir einige der Hauptbedeutungen erwähnen, die wir beim Kartenlegen und weißer Magie benutzen. Natürlich handelt es sich dabei nicht um die einzig mögliche Deutung. Es gibt sehr unterschiedliche und zum Teil durchaus widersprüchliche Perspektiven, aus denen heraus sich das gleiche Bild oder Symbol ergibt, beziehungsweise deuten lässt. Hier können wir die Bücher von Hajo Banzhaf (Gut beraten mit Tarot, Zwischen Himmel und Erde. Die Quintessenz aus Esoterik, Astrologie und Tarot), Elizabeth Haich (Tarot) und Anna Franklin und Paul Mason (Tarot) empfehlen.


  • Stäbe


  • Schwerter


  • Kelche


  • Münzen


  • Die 22 Trumpfkarten der Großen Arkana

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    • Der Narr

      Der Narr zeigt das Kind in uns. Er steht für spontanen Neubeginn und vorurteilsfreie Offenheit. Er ist Ausdruck spielerischer Unbekümmertheit, lebensfroher Sorglosigkeit und zeigt, dass wir einen neuen Lebensbereich staunend und ohne feste Erwartungen, oft auch ohne Vorkenntnisse, betreten. Dabei kann er sowohl für ein kindliches Gemüt stehen und demzufolge Leichtsinn, törichte Naivität, Verspieltheit, auch Dummheiten aufzeigen, oder aber die Schlichtheit weiser und demutsvoller Einsicht, zu der wir am Ende einer langen, oft mühevollen Suche gelangen können. Der Narr kann den Schalk und den Flegel in der Art Til Eulenspiegels verkörpern, aber auch den einzig ehrlichen Berater am Hofe als Alter Ego des Königs. In jedem Fall lebt er ganz in der Gegenwart, ist Ausdruck von Offenheit und spontaner Ehrlichkeit, stets bereit, neue Erfahrungen zu machen. Ob diese Haltung jedoch unserer Weigerung entspringt, je erwachsen werden zu wollen, oder die lebenskluge Einsicht geistiger Reife ist, kann nur außerhalb der Karte beurteilt werden. Der Narr weist immer auf erfrischende Erfahrungen hin, die zwar manchmal chaotische Züge tragen, aber, selbst wenn wir „auf die Nase fallen", keine wirkliche Gefahr bedeuten.

    • Der Magier

      Der Magier bedeutet Klugheit, Geschicklichkeit, Selbstbewusstsein und eine aktive Lebensgestaltung. Er steht für eine Zeit, in der wir auch schwierige Probleme meistern und Herausforderungen mit einem geschärften Bewusstsein und wacher Lebensklugheit erfolgreich begegnen. Obwohl diese Karte die Stärke der Bewusstseinskräfte darstellt, drückt sie damit nicht aus, dass das Gespür und andere unbewusste Kräfte vernachlässigt werden dürfen. Im Gegenteil: Die außerordentliche Einflusskraft und Wirksamkeit, die durch den Magier angezeigt sind, beruhen auf dem Geheimnis tiefer Harmonie zwischen Bewusstsein und Unbewusstem. Nur die dadurch entstehende innere Gewissheit kann Berge versetzen.

    • Die Hohepriesterin

      Die Hohepriesterin steht für unsere unbewussten Kräfte, für unser Feingespür, unser Ahnungsvermögen und eine oft unerklärliche, aber tief verwurzelte Gewissheit. Sie ist der Schlüssel, zu der geheimnisvollen Wahrheit, die sich dem Zugriff des logisch denkenden Verstandes entzieht. Sie weiß, dass die Wahrheit, die wir aussprechen können, niemals die ewige Wahrheit ist. Mit ihrer lichten Seite ist sie Ausdruck von Geduld, Verständnis, Nachsicht, Güte sowie der Bereitschaft, zu verzeihen und setzt als Helferin, Heilerin, oder Seherin die Macht der unbewussten Kräfte zum Wohle anderer ein. Ihre Schattenseite dagegen entspricht dem Archetyp der „dunklen Schwester", der Hexe, welche die Macht ihrer Seelenkräfte nutzt, um andere zu verführen, zu lähmen oder zu schädigen . In der Tarot Deutung wurde aber immer ihre freundliche, hilfreiche Seite hervorgehoben. Sie gilt traditionell als eine der drei Schutzkarten - was der Vorstellung der christlichen Mythologie entspricht - wonach der Held, der unter dem Schutz der Jungfrau steht, unverletzlich ist.

    • Die Herrscherin

      Die Herrscherin verkörpert die unerschöpfliche Kraft der Natur, mit der sie immer neues Leben hervorbringt. Sie steht damit für Lebendigkeit, Fruchtbarkeit, Wachstum und die Geburt des Neuen. Sie ist die unversiegbare Quelle allen Lebens, die unser kreatives Potential und unsere Fähigkeit anzeigt, Impulse aufzunehmen und daraus Neues entstehen zu lassen. Das heißt auf der körperlichen Ebene Wachstum und Fruchtbarkeit, auf der seelischen Ebene des Verstandes Ideen- und Erfindungsreichtum und im Bereich des Bewusstseins Erkenntniszuwachs. Die ständige Geburt des Neuen bedeutet sowohl die fortwährende Veränderung unseres Lebens, wie auch die Notwendigkeit, die Schmerzen dieser Geburten zu ertragen.

    • Der Herrscher

      Der Herrscher steht für das strukturgebende Element, für unser Verlangen nach Stabilität, Sicherheit und Kontinuität. Er zeigt unser Streben nach Unabhängigkeit von den Bedingtheiten der Natur, in all ihrer Unberechenbarkeit. Damit entspricht er unserem Zivilisationsdrang, mit dem wir Häuser, Heizungen und Klimaanlagen bauen, um uns vor Hitze und Kälte und Nässe zu schützen, Autos und Flugzeuge, um Entfernungen bequemer und schneller als zu Fuß zu überwinden, und Schulen, um den Bildungsstand zu sichern. Dass hier oft genug des Guten zuviel getan wird, sollte uns nicht davon abhalten, die positiven Seiten dieser vielfach argwöhnisch betrachteten Karte gebührend zu schätzen. Der Herrscher zeigt sowohl unseren Sinn für Ordnung, Nüchternheit, Disziplin, Verantwortung und pragmatische Handlungsweise als auch deren Übertreibungen in Form von Starrheit, Leblosigkeit, Perfektionismus, Herrschsucht und eiserner Machtentfaltung.

    • Der Hierophant,
      Der Hohepriester

      Der Hohepriester steht für die Welt des Glaubens und einem der drei Schutzkarten entspringenden tiefen Vertrauens. In alter Zeit galt er als eine der drei Schutzkarten des Tarots, die den Verlauf einer Angelegenheit grundsätzlich günstig stimmen. Dies Verständnis hat viel für sich, da die durch ihn ausgedrückten Vertrauenskräfte sich sowohl auf unser Selbstvertrauen beziehen, als auch auf das Vertrauen in einen tiefen Sinn unseres persönlichen Lebens und dem sich daraus ergebenden Vertrauen in unsere Zukunft. Darüber hinaus zeigt diese Karte den Weg der Ethik und Tugend und steht für die aus unseren moralischen Grundwerten entstehenden persönlichen Vorsätze.

    • Die Liebenden

      Diese Karte verbindet zwei Themen: Sie weist auf eine große Liebeserfahrung hin, führt uns aber auch die Erkenntnis vor Augen, dass mit diesem Schritt eine notwendige Entscheidung verbunden ist: die Absage an den bisherigen Lebensrahmen (das Elternhaus, das Junggesellendasein, die vielen Liebeleien) und das klare Bekenntnis zu der einen Liebe. Nur dieser Schritt führt zu der überwältigenden Erfahrung, die „Die Liebenden" zeigen. Diese Karte wurde deshalb früher „Die Entscheidung genannt". Sie kann auch auf notwendige Entscheidungen hinweisen, die wenig oder gar nichts mit Liebe zu tun haben. In solchen Fällen bedeutet sie, dass wir uns aus vollem Herzen entscheiden sollen, ohne Groll und ohne uns alle Türchen offen zu halten. Welchen der beiden Themenkreise die Karte betont, lässt sich vor dem Hintergrund der gestellten Frage feststellen. In jedem Fall bedeutet sie das große, vorbehaltlose „Ja".

    • Der Wagen

      Der Wagen steht für den großen Sprung nach vorn. Er zeigt, dass wir uns aus vertrautem Umfeld lösen und eigene Wege gehen. Dabei sind Freiheitsdrang, Ehrgeiz, die Suche nach dem verlorenen Paradies oder schlicht unser Geltungsbedürfnis die treibenden Kräfte. Der Wagen ist die einzige Tarotkarte, die den Aufbruch voller Zuversicht und Freude zeigt. In allen anderen Fällen ist der Abschied von Gefühlen der Schwere und der Angst gekennzeichnet. Hier jedoch geht es um forsches, unverzagtes Vorwärtsdrängen, um Unternehmungslust und große Risikobereitschaft . Die Karte zeigt hohe Geschicklichkeit an (das Lenken des Wagens), gleichzeitig aber auch Unerfahrenheit (das Betreten einer unbekannten Welt). Deshalb muss sie auch als eine Warnung verstanden werden, die eigenen Kräfte nicht zu überschätzen, nicht zu selbstsicher und euphorisch aufzutreten. Stattdessen sollten wir rechtzeitig zur Einsicht gelangen, dass wir noch viel zu lernen haben.

    • Die Kraft

      Die Karte Kraft hat eine gewisse Verwandtschaft mit der Karte des Magiers (I). Ähnlich wie dort beruht auch hier die außerordentliche Stärke auf dem Geheimnis einer tiefen, inneren Harmonie. Ist die große Einflusskraft des Magiers im harmonischen Einklang von bewussten und unbewussten Kräften begründet, so sind die Lebenskraft, der Mut, und die Leidenschaft dieser Karte Ausdruck der Versöhnung des zivilisierten Menschen mit seiner animalischen Natur. Im Mythos wird dies eindrucksvoll geschildert in der Freundschaft zwischen Gilgamesh und seinem zuvor erbitterten Gegner Enkidu. Diese Karte macht deutlich, dass es nicht das Ziel sein kann, die Natur unserer Instinkte hinter einer blassen Tugend zu verbergen, sondern vielmehr den in uns lebenden, teils furchterregenden archaischen Kräften offen zu begegnen, um sie durch liebevolle Annahme und sanfte Gewalt allmählich zähmen. Auf diese Weise stehen uns nicht nur diese Urkräfte zur Verfügung, sondern auch alle Kraftreserven, die wir bislang verbraucht haben, um diese Instinkte zu unterdrücken.

    • Der Eremit

      Der Eremit ist die Karte der Zurückgezogenheit und der inneren Einkehr. Sie kennzeichnet eine introvertierte Lebensphase, in der wir uns gegen Fremdeinflüsse abschirmen, um abseits von Geschäftigkeit und vielen Menschen zur Ruhe und vor allem zu uns selbst zu kommen. Damit steht der Eremit für bedeutsame Erfahrungen, in denen wir erkennen können, wer wir sind, was wir wollen und wie wir dahin kommen. Er vereinigt in sich zwei wertvolle Extreme: die Tiefe des Erlebens und die Höhe der Erkenntnis. Zu Unrecht wird diese Karte von vielen Menschen gefürchtet. Nur dort, wo seine Qualitäten missverstanden werden, kommt es zu Ängsten der Einsamkeit, der Verlassenheit. Wer dem Ruf des Eremiten bereitwillig folgt, wird sich bereichert finden an Klarheit, Kraft und der beglückenden Erfahrung, mit sich allein sein zu können.

    • Das Schicksal

      Je nach Art, wie wir unserem Schicksal gegenübertreten, erleben wir das Schicksalsrad entweder als Ausdruck unserer Macht- und Hilflosigkeit oder als Hinweis auf eine Lebenserfahrung, an der wir wachsen und reifen können. Auf der Ereignisebene zeigt das Rad in der Tat häufig Situationen, auf die wir zunächst keinen Einfluss haben. Der Abschwung des Rades heißt dann, dass unsere Vorhaben einfach nicht gelingen wollen. Das Wetter, der Straßenverkehr, ein Flugstreik, die Tücke des Objekts oder eine andere "höhere Gewalt" machen unsere Pläne zunichte. Das Rad der Zeit zeigt uns dann, dass es (noch) nicht an der Zeit ist, unser Vorhaben zu verwirklichen. Die Karten auf den übrigen Plätzen können in diesem Fall wertvolle Hinweise dafür geben, wie wir zur anderen, aufsteigenden Seite des Rades gelangen können. Sie steht für glückliche, angenehme, auch überraschende Wendungen.

    • Die Gerechtigkeit

      Die Karte Gerechtigkeit beinhaltet mehrere Themenkreise. Sie steht für die klare, objektive Erkenntnis, für das bewusst und entschieden getroffene Urteil, für Unbestechlichkeit, Ausgewogenheit und Fairness und zeigt, dass wir zu unserem Recht kommen. Auf der alltäglichen Ebene sagt sie aus, dass wir die Umwelt wie unser Echo erleben und im Guten wie im Schlechten mit den Folgen unseres Tuns konfrontiert werden: unsere Handlungen anerkennend und entsprechend honorierend; wo wir aber mit fragwürdigen Mitteln Vorteile erreichen wollen, werden wir scheitern. Damit drückt diese Karte auch ein hohes Maß an Selbstverantwortlichkeit aus. Sie zeigt, dass uns nichts geschenkt, aber auch nichts vorenthalten wird, dass wir damit für all das, was wir bekommen und erleben, allein und selbst die Verantwortung tragen.

    • Der Gehängte

      Der Gehängte bedeutet vordergründig gesehen, dass wir festsitzen und in der Klemme stecken. Bei gründlicher Betrachtung jedoch liegen in der äußeren Unbeweglichkeit, dieser erzwungenen Ruhe, sowohl Notwendigkeit wie Gelegenheit, durch tiefgründiges Erfassen zu gewandelter Weltsicht und zu einer Lebensumkehr zu gelangen. Die Passivität, zu der wir in solchen Phasen verurteilt sind, wird am besten am Bild einer Krankheit deutlich, die in der Tat auch oft durch die Karte angezeigt wird. Zu dem vom Gehängtem ausgedrücktem Erleben sagt C.G.Jung: „Hängenbleiben kann(...)" sogar ein positiv zu bewertendes "hanging on" sein, welches zwar einerseits eine scheinbar unüberwindliche Schwierigkeit bedeutet, anderseits aber eben deshalb jene einzigartige Situation darstellt, welche die größte Anstrengung erfordert und darum den ganzen Menschen auf den Plan ruft.

    • Der Tod

      Der Tod bedeutet den Abschied, das große Loslassen, das Ende. Damit ist er wohl auch ein Wegbereiter für das Neue, das Kommende; die Karte selbst jedoch stellt uns zunächst das Ende vor Augen. Dabei kann es gut sein, dass es sich um ein von uns lang ersehntes, befreiendes Ende handelt, aber natürlich machen wir mit dem Thema dieser Karte auch unsere schmerzhaftesten Erfahrungen. Im Gegensatz zur 10 der Schwerter, die das willkürliche und damit auch vorzeitige Ende anzeigt, steht diese Karte immer für das natürliche Ende und heißt, dass es an der Zeit ist, etwas loszulassen. Zu Unrecht gehört der Tod zu den gefürchtetsten Karten. Die ewigen Schönfärber, die ihn nicht verstehen, deuten ihn nur als den Künder des Neuen und wollen uns um das tiefe Erleben des Abschieds bringen und um die damit verbundenen lebensbejahenden Erfahrungen. „Wir haben das Leben vom Sterben getrennt, und das Intervall zwischen beiden ist Furcht", sagt Krishnamurti, und : „Sie können nicht leben, ohne zu sterben."

    • Die Mäßigkeit

      Die Bedeutung der Karte Mäßigkeit wird verständlicher, wenn wir sie „das rechte Maß" nennen. Sie verkörpert den gesunden Gegensatz zu der ihr im Tarotspiel folgenden Karte des Teufels (XV), der die Unmäßigkeit darstellt; Harmonie, Ausgeglichenheit, Gelassenheit und Seelenfriede sind dagegen Merkmale, die die Mäßigkeit charakterisieren. Damit zeigt diese Karte das beglückende Erleben, gesund und in innerem Gleichgewicht zu sein, uns selbst gut zu behandeln und zu mögen und aus dieser Haltung heraus auch im harmonischen Einklang mit unserem Umfeld zu stehen. Vor entsprechendem Fragehintergrund steht diese Karte für Heilung und Genesung.

    • Der Teufel

      Von allen Tarotkarten lässt sich der Teufel (seiner Natur entsprechend) am schwersten erfassen, da er für jeden ein eigenes Gesicht trägt. Das Gemeinsame des von ihm gekennzeichneten Erlebens liegt in der Erfahrung von Abhängigkeit, Willenlosigkeit, dem Scheitern guter Vorsätze sowie Handlungsweisen, die gegen unsere Überzeugung verstoßen. Der Teufel entspricht der dunklen Seite vieler Tarotkarten: Gegenüber dem Magier(I) ist er der Schwarzmagier. Er ist Teil der dunklen Seite der Hohenpriesterin (II), das scheinheilige und des Materialismus huldigende Gegenprinzip zum Hohenpriester (V), die zu Machtkampf oder seelenloser Lüsternheit verkümmerte Seite der Liebenden (VI), der bestechliche oder selbstgerechte Schatten der Gerechtigkeit (XI). Er verkörpert die ungezügelte Gier der Kraft (VIII), die Maßlosigkeit im Gegensatz zum rechten Maß (XIV), er ist Herrscher über weite Teile der Mondlandschaft (XVIII). Als Versucher erscheint uns der Teufel natürlich, zumeist in einer verlockenden Form. Die Karte zeigt, dass wir mit dem Feuer spielen und höllisch (!) aufpassen müssen, uns dabei nicht die Finger zu verbrennen. Auf einer tiefen Ebene bedeutet sie, dass wir im Umfeld der Frage mit unserer eigenen Schattenseite in Berührung kommen.

    • Der Turm

      Der Turm zeigt, dass wir uns in einem Bereich vermeintlicher Sicherheit eingemauert haben, der plötzlich ins Wanken gerät. Dabei handelt es sich durchweg um Strukturen und Dimensionen, die uns zu klein und zu eng geworden sind. Davon können Überzeugungen und Lebensgrundsätze ebenso betroffen sein wie unser Sicherheitsdenken in beruflicher und finanzieller Hinsicht, nicht zuletzt auch persönliche Freundschaften und andere Partnerbeziehungen. In allen Fällen steht die Turm für ein Konzept, das uns früher einmal in wohltuendem Maße Sicherheit, vielleicht auch Geborgenheit gab, dem wir nun aber entwachsen sind. In der Regel sind es überraschende Erfahrungen, manchmal wahre Geistesblitze, die das alte Konzept zusammenbrechen lassen. Da es dabei um die vermeintliche BASIS unserer Sicherheit geht, werden diese plötzlichen Veränderungen zunächst häufig als Katastrophen erlebt. Erst wenn der erste Schock überwunden ist, spüren wir erleichtert, dass wir von altem Ballast befreit wurden. Dieser Durchbruch kann durch eigene Erkenntnis wie auch durch ein äußeres Ereignis ausgelöst werden. Das I Ging sagt dazu: „Das Gewitter mit Donner und Blitz überwindet die störende Spannung in der Natur."

    • Der Stern

      Der Stern ist die Karte der Hoffnung, der Weisheit, und des Einblicks in höhere Zusammenhänge. Er zeigt, dass wir Dinge planen oder beginnen, die weit in die Zukunft reichen und in deren positiven Verlauf wir berechtigte Hoffnungen setzen dürfen. Dabei sind wir uns häufig in diesem Frühstadion der weit tragenden Wirkung unseres Handelns noch gar nicht bewusst. Erst der Rückblick macht uns klar, welche entscheidenden Weichen in den Zeiten gestellt wurden, die durch den Stern gekennzeichnet sind. Ähnlich wie bei der Saat bedarf es einige Zeit, um die fruchtbare Auswirkung der Handlung zu erkennen. In der traditionellen Deutung wurde der Stern als eine der drei Schutzkarten angesehen, die erfreuliches Gelingen verkünden.

    • Der Mond

      Die Mondkarte führt uns in den geheimnisvollen Bereich des Dunklen, in der Nacht und in der Bilderwelt der Seele, zu unseren Ahnungen, Sehnsüchten, Träumen, lebhaften Phantasien und starkem Empfindungsvermögen. Die Karte zeigt aber eher die dunkle Seite, die Abgründe unserer Seele. Sie steht für Ängste, Unsicherheit, Alpträume, dunkle Ahnungen und zeigt das Grauen vor dem Unsichtbaren, Nicht-Fassbarem. Diese Angst spüren wir, wenn wir nachts durch einen einsamen Wald gehen, der uns im Dunkeln das fürchten lehrt. Oder es ist die Angst vor dem Dämonen der Alten, die in unserer aufgeklärten Zeit neue Namen erhielten: Bakterien, Viren, Millirem, Bequerel, verbleite Luft, saurer Regen.

    • Die Sonne

      Die Sonnenkarte ist Ausdruck von großer Lebensfreude, Vitalität, Wärme und Zuversicht. Sie steht auch für die erhellenden Kräfte des Bewusstseins, mit denen wir zur Klarheit gelangen und Sorgen, Irritationen und unheimliche Ängste überwinden. Darüber hinaus ist sie Sinnbild jugendlicher Frische und des Gefühls, wie neugeboren zu sein. Sie kennzeichnet die Sonnenseite des Lebens. Auf einer tieferen Ebene fordert sie uns auf, die Dunkelheit in uns zu überwinden, unsere Sonnennatur zu entfalten, unseren dunklen Bruder oder unsere dunkle Schwester zu erlösen und ans Licht zu bringen.

    • Das Gericht

      Die Karte des Gerichts wird leicht falsch verstanden, wenn wir uns von ihrem Namen leiten lassen. Gericht, insbesondere das hier gemeinte Jüngste Gericht, wird in erster Linie mit Bestrafung, Verdammnis und daher mit Angst und Schrecken in Verbindung gebracht. Die Bedeutung einer Karte kann aber immer nur dem Bild und den darniederliegenden seelischen und mythologischen Bilder entnommen werden. Die hier dargestellte Auferstehung zeigt das ergreifende Erlebnis der Erlösung und der Befreiung dessen, was zuvor verschüttet oder gefangen war, sie zeigt, dass das Wahre, das Göttliche dem dunklen Kerker entsteigt und ans Licht kommt. Damit hat diese Karte eine durch und durch beglückende Bedeutung. Sie zeigt den entscheidenden Schritt zur Selbstwertung, den gelungenen Prozess alchimistischer Wandlung, der aus dem Niederen das Höhere werden ließ. Auf einer mehr alltäglichen Ebene bedeutet diese Karte jede Form der Befreiung: aus Sorgen und Nöten, undankbaren Situationen und Verbindungen, von Hemmungen und Scheu. Sie kann ferner ein Hinweis sein, dass in dem von dieser Karte gekennzeichneten Vorhaben unser „Schatz" liegt.

    • Die Welt

      Die Welt zeigt die wiedergefundene Einheit, das Erleben größter Harmonie und den erfreulichen Ausgang einer Entwicklung. Die Schönheit dieser Karte in Worte zu fassen, hieße, sich in die Gefahr zu begeben, die schmalzige Geschichte eines Happy - Ends zu beschreiben. Auf der Reise des Helden zeigt sie das glückliche Ende, das wiedergefundene Paradies, was auf unser Leben übertragen bedeutet, dass wir am Ziel sind. In wenigen Fällen ist damit das Lebensziel gemeint, in der Regel aber wohl eher eine wichtige Zwischenstadion. Im äußeren Erleben heißt das, dass wir unseren Platz gefunden haben, eben den Platz, an den wir gehören. Auf der Ebene einer inneren Erfahrung zeigt diese Karte, dass wir einen bedeutenden, vielleicht sogar den entscheidenden Schritt zu Selbstwertung, zu wahrer Authentizität und Ganzheit gemacht werden. Auf der Ereignisebene steht die Welt für glückliche Zeiten, in denen wir offen und voller Lebendigkeit unser Dasein genießen und kann auch bedeuten, dass wir internationale Kontakte pflegen oder reisen.


    Stäbe = Feuer

    Hitzig, ungeduldig, unternehmenslustig, stark


  • As der Stäbe
    Wie auch die anderen As - Karten steht, das As der Stäbe für eine Chance... Mehr


  • Zwei der Stäbe
    Mangelndes Engagement. Lippenbekenntnis. Lustlose Gleichgültigkeit. Neutralität. Ermüdungserscheinungen.

  • Drei der Stäbe
    Selbstsicherheit, Souveränität und Zuversicht. Weitblick und gute Aussichten.

  • Vier der Stäbe
    Offen sein. Auf andere zugehen. Lebensfreude. Bejahung.

  • Fünf der Stäbe
    Gesunder Wettkampf, spannendes Kräftemessen. Sportlicher Ehrgeiz. Sich kreativ miteinander reiben. Trainieren.

  • Sechs der Stäbe
    Gute Aussichten, Erfolg, Sieg, Optimismus, erfreuliche Nachrichten.

  • Sieben der Stäbe
    Sich erfolgreich durchsetzen. Seinen Standpunkt behaupten. Einen Angriff abwehren.

  • Acht der Stäbe
    Gute Nachrichten liegen in der Luft. Belebende Impulse und erfreuliche Entwicklungen. Kurz vor dem Ziel sein. Gute Eingebungen.

  • Neun der Stäbe
    Verschlossenheit. Sich bedeckt halten und bedroht fühlen. Sich wachsam gegen Versuchungen schützen.

  • Zehn der Stäbe
    Schwere Hürde. Wachstumskrise. Temporäre Überforderung. Freudlosigkeit. Verlust der Perspektive. An seine Grenzen Stoßen.

  • Bube der Stäbe
    Spannende Vorschläge. Mut machende Unterstützung, Einladung zu einem Abenteuer oder einer anderen heißen, vielleicht auch brenzligen Herausforderung.

  • Ritter der Stäbe
    Heiße Stimmung, Erlebnishunger, ungestümes Vorwärtspreschen, Ungeduld, Temperamentsausbrüche, Enthusiasmus.

  • Königin der Stäbe
    Die willensstarke Königin. Eine stolze, temperamentvolle Person wird für den Fragenden wichtig und motiviert ihn, oder der Fragende nimmt selbst diese Haltung ein.

  • König der Stäbe
    Der willensstarke König. Ein temperamentvolle, dynamische Person wird für den Fragenden wichtig und motiviert ihn, oder der Fragende nimmt selbst diese Haltung ein.

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    Schwerter = Luft

    Kühl, frostig, berechend, konfliktreich, inteligent


  • As der Schwerter
    Jedes As verkörpert eine Chance , die in uns liegt. Mehr...


  • Zwei der Schwerter
    Innere Gespaltenheit. Sich im Kreis drehen , ohne eine Lösung zu finden. Zweifel und daraus erwachsende Verzweiflung.

  • Drei der Schwerter
    Desillusionierung , inner Konflikte , kluge aber schwierige Entscheidungen. Nachrichten, die ins Herz treffen.

  • Vier der Schwerter
    Ruhig gestellt sein. Ohnmacht, Krankheit, Stillstand,der zur inneren Sammlung genutzt werden kann.

  • Fünf der Schwerter
    Niederlage, Demütigung, Gemeinheit, Widerwärtigkeit, Niedertracht.

  • Sechs der Schwerter
    Aufbruch mit unsicheren Gefühlen, Veränderung, Umzug, Reise.

  • Sieben der Schwerter
    List und Tücke, sich davonstehlen, Mogelei, Betrug, sich drücken.

  • Acht der Schwerter
    Hemmung, Verbote, Verzicht, Beschränkung, etwas Wesentliches nicht ausleben können.

  • Neun der Schwerter
    Angst, Sorgen, Gewissensbisse, schlaflose Nächte, Alpträume, Verzweiflung.

  • Zehn der Schwerter
    Willkürliches Ende, Schlussstrich, Tod, „tabula rasa".

  • Bube der Schwerter
    Chance etwas zu klären, wahrscheinlicher aber ein heraufziehender Konflikt.

  • Ritter der Schwerter
    Nüchterne, kalte, frostige Stimmung, Temperatursturz, Aggressivität, eiskaltes Taktieren.

  • Königin der Schwerter
    Eine Frau in der Art des Luftelements: cool bis kühl, geistreich, gewitzt, unabhängig, schlau, charmant, wortgewandt, clever, berechnend, distanziert, spröde. Die Frau, die sich kraft ihres Verstandes aus Abhängigkeit befreit hat.

  • König der Schwerter
    Ein Mann in der Art des Luftelements: kühl und klar, verstandesbetont, geistreich, unterhaltsam, kritisch, clever, sachlich, distanziert, unbeständig. der objektive, fachkundige Berater.



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    Kelche = Wasser

    Liebevoll, versönlich, harmonisch, sanft


  • As der Kelche
    Das As der Kelche ist eine der größten Glückskarten des Tarot. Mehr...


  • Zwei der Kelche
    Die liebevolle Begegnung, willkommen sein, aufeinander zugehen.

  • Drei der Kelche
    Erfolg und Dankbarkeit, Genesung, seine Freude mit anderen teilen.

  • Vier der Kelche
    Unmut, beleidigt sein, aus Verdrossenheit eine wertvolle Chance verpassen

  • Fünf der Kelche
    Kummen, Verluste, Verlassenheit, Sorgen, gescheiterte Hoffnung

  • Sechs der Kelche
    Freudiger, teils auch wehmütiger Rückblick, sich alter Bilder, Wünsche. Pläne und Vorstellungen erinnern, Nostalgie

  • Sieben der Kelche
    Visionen, häufiger jedoch Schwärmerei, Illusionen, Wunschdenken

  • Acht der Kelche
    Aufbruch schweren Herzens, ins Ungewisse gehen, Aufbruch aus eigenem Entschluss

  • Neun der Kelche
    Zufriedenheit, Lebensfreude, Geselligkeit, Sorglosigkeit, sich entspannen

  • Zehn der Kelche
    Großes Glück, tiefe Harmonie, Familienglück, emotionale Sicherheit

  • Bube der Kelche
    Eine freundliche Geste, die sich dem Frager bietet, einen gute Gelegenheit, die ihm schmeichelt, ihn beglückt

  • Ritter der Kelche
    Freundliche, liebevolle, versöhnliche Atmosphäre, Harmonie und Verliebtheit

  • Königin der Kelche
    Eine Frau in der Art der Wasserelements: einfühlsam, sanft, medial, romantisch, hilfsbereit, gefühlvoll

  • König der Kelche
    Ein Mann in der Art des Wasserelements: gefühlsbetont, sanft, medial, romantisch, intuitiv

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    Münzen = Erde

    Vertrauensvoll, gediegen, beständig, handfest


  • As der Münzen
    Das As der Münzen zeigt eine schlummernde Chance. Mehr...


  • Zwei der Münzen
    Flexibilität, spielerische Unentschlossenheit, mit der Strömung gehen, Leichtherzigkeit, instinktives Vertrauen.

  • Drei der Münzen
    Fortschritt, Prüfungen bestehen, sein können unter beweis stellen, Betreten einen neuen (geheimnisvollen) Ebene.

  • Vier der Münzen
    Hamstern, Geiz, fragwürdiges Sicherheitsbedürfnis, festhalten, Zwanghaftigkeit.

  • Fünf der Münzen
    Krise, Entbehrung, Engpass, Durstrecke, brüchiger Boden, Armut, Risiken eingehen.

  • Sechs der Münzen
    Großzügigkeit, schenken und beschenkt werden, Toleranz, Hilfsbereitschaft, Wohlstand, Menschenfreundlichkeit.

  • Sieben der Münzen
    Geduld, langsames, aber nachhaltiges Wachstum, Zeit des Reifens.

  • Acht der Münzen
    Anfang, neues Lernen, Schaffensfreude und Zuversicht, gute Fertigkeiten.

  • Neun der Münzen
    Gewinn, erfreuliche Überraschung, plötzliche Besserung, günstige Wendung.

  • Zehn der Münzen
    Reichtum, Sicherheit, Stabilität, Erfolg, solides Fundament.

  • Bube der Münzen
    Eine gute Gelegenheit, die sich bietet, ein handfester Vorschlag, ein wertvoller Impuls für den Frager.

  • Ritter der Münzen
    Solide, gediegene Stimmung von Fleiß und Ausdauer, gewachsene, werthaltige Basis.

  • Königin der Münzen
    Eine Frau in der Art des Erdelements: bodenständig, verlässlich, wirklichkeitsnah, gutmütig, fleißig, fruchtbar, patent und sinnenfroh.

  • König der Münzen
    Ein Mann in der Artdes Erdelements: geschäftstüchtig, pragmatisch, zuverlässig, erdverbunden, sinnlich, genießerisch.


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