Candomble (Voodoo)

Und die Einheit der Religionen

Tausende Kultstätten und Religionsgemeinschaften afrikanischen Einflusses prägen heute das religiöse Leben Brasiliens, vor allem in den großen Küstenstätten Recife, Salvador da Bahia und Rio de Janeiro so wie in Sao Paulo. Als „Wiege" der Afro-brasilianischen Religionen gilt Salvador da Bahia, üblicherweise als Bahia genannt. Drei Jahrhunderte lang, vom Beginn des Sklavenhandels in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts bis zu der Schrittweisen Abschaffung im laufe des 19. Jahrhunderts, war die Stadt der wichtigste südamerikanische Einfuhrhafen für die aus Afrika verschleppten Sklavinnen und Sklaven. Die ersten kamen 1538 in Brasilien an; 38 Jahre nach dem Pedro Alvares Cabral an der Nord-ost-brasilianischen Küste gelandet war, und das Land für Portugal in Besitz genommen hatte.

Die Wiege des Candomble (Voodoo)

Gestützt auf die Sklavenarbeit erlebte der Handel mit dem Zucker in 17. Jahrhundert ein rasantes Wachstum und machte den Nordosten und seine Hauptstadt Bahia zum fluorierenden wirtschaftlichen Zentrum der Kolonie. Erst um die Wende zum 18. Jahrhundert geriet die Zuckerwirtschaft in eine Krise. Goldfunde in den Regionen Minas Gerais und Goias leiteten jedoch zur gleichen Zeit einen Goldrausch ein und führten zur Verlagerung des wirtschaftlichen Zentrums in Richtung Süden.

Auch die Politische Administration trug diese Entwicklung Rechnung und verlegte 1773 die Hauptstadt von Salvador da Bahia nach Rio de Janeiro. Die Implantation afrikanischen Religionen in Brasilien dürfte unmittelbar mit den Anfängen des Sklavenhandels begonnen haben. Belegen lässt sich die Gründung von Kultstätten und Gemeinden jedoch erst für das frühe 19. Jahrhundert. Damals gründeten, so wird überliefert, 3 befreite Sklavinnen den Nation nago-ketu dem berühmten bahianischen Candomble (Voodoo) Casa Branca do Engenho Velho (Weißes Haus der alten Zuckermühle), den es noch Heute gibt. Die Casa Branca gilt als älteste Candomble (Voodoo) Brasiliens und geniest aufgrund ihrer langen Tradition großes Ansehen.

Das Pantheon des Candomble (Voodoo)

Hier werden die Candomble (Voodoo) Gottheiten präsentiert, wie wir sie verstehen und in unserer Voodoo und weiß magischen Praxis benutzen. Wer an der traditionellen Sicht und Darstellung interessiert ist, kann Informationen in dem Abschnitt Voodoo Geschichte - Grundlagen und Hintergründe bekommen und nachlesen.

Oxala (Obatala); wir rufen Ihn unter den Namen Buschido an.

Oxala (Obatala) erscheint sowohl als alter, Ruhe und Frieden symbolisierender Mann als auch als kriegerischer junger Mann. Oxala - in afro-katholischen Synkretismus oft mit Jesus verglichen - wird die Farbe weiß zugeordnet, und freitags, dem ihm geweihten Wochentag, tragen seine Anhänger, aber auch viele nicht- initiierte Sympathisanten, weiße Kleidung.
Oxala (Obatala)war auf dieser Erde auch als Krishna, Buddha, Rama, Zeus, Bhrigu, Konfuzius, Jesus, Guru Nanak, Sai Baba of Shirdi und vieler anderen großen Persönlichkeiten geboren. Er kann verehrt werden unter beliebigen von diesen Namen. Er soll auch bei jedem Ritual begrüßt und verehrt werden, da er die Türen zur Erleuchtung und anderen Sphären gewährt. In diesem Leben hat er den Namen Buschido.

Iemanja, Wir rufen Sie unter den Namen Mutter Maria an.

Iemanja symbolisiert die mütterlich umsorgende Liebe - was ihre Analogisierung mit Maria, der Mutter Jesu, plausibel macht - ist aber zugleich kokett und eitel. Als Meeresgöttin wird sie häufig in Gestalt einer Meerjungfrau dargestellt. Sie ist eine der beliebtesten orixa, deren Feste unter großer öffentlicher Anteilnahme gefeiert werden. In Bahia kommen an ihrem Festtag jährlich um die hunderttausend Menschen am Strand zusammen, von wo aus zahlreiche Boote mit Geschenken (Blumen, Kosmetika, Schmuck, Konfekt, Bittbriefe usw.) aufs Meer hinausfahren, um die Gaben den Fluten zu übergeben. Ienmanja wird von Verehrern aber nicht nur an ihrem Festtag mit Aufmerksamkeiten bedacht; vielmehr kann man das ganze Jahr über Menschen beobachten, die ihr an den Strand Geschenke bringen. Auf solche rituellen Opfergaben für die orixa trifft man in Brasilien überall: am Wegesrand und an Straßenkreuzungen, unter Bäumen, an See- und Flussufern. Sie war auch in Wirklichkeit als Mutter von Jesus Inkarniert.

Loco; wir rufen Ihn unter den Namen Jeremias an.

Loco ist der Mittler zwischen Bäume und Pflanzen, sowie der Welten. Er ist bei allen Heilungszeremonien anzurufen, insbesondere, wenn die Heilung mit Pflanzenkräften erfolgen soll. Loco war der erste Voodoo-Priester der zu einem Loa (orixa) erhoben wurde. Wenn er Gestalt annimmt, erkennt man ihn an einem langen knorrigen Stock und seinem pfeiferauchenden Diener, der ihn stets begleitet. Von Vorteil ist, wenn man ihm als Opfer einen neuen Baum pflanzt. Sein Schüler (in Zeiten von Loco, sein Diener) ist Xango, der Ihm sehr oft in verschiedenen Inkarnationen begleitet hat. Loco war geboren als der Heiliger Paulus (Xango war Petrus), Raja Janaka, Parabrahm Bhagwan Sri Deep Narayan Mahaprabhuji, als Brahma in Indien, als Balarama, als Prometheus und viele andere große Persönlichkeiten.

Erzulie

Erzulie wird mit mit Aphrodite verglichen und gilt als Loa (orixa) der Liebe und Schöpfungskraft. Sie wird als verführerische junge Frau dargestellt, die über die schönen Künste herrscht und symbolisiert hierdurch die Kräfte der Venus. Bei Anrufung ist sie in der Lage, Krankheiten zu heilen und Wohlstand zu gewähren. Geeignete Opfergaben sind rote Rosen. Sie war geboren als Shiva in Indien (da auch als Gott der Liebe verehrt) und meistens als Frau von Oxala. Somit war diese große Göttin als Frau von Buddha, Frau von Krishna, Frau von Rama und auch als Maria Magdalena (Gefährtin Jesus) geboren. Sie wurde aber auch sehr oft als Mann geboren um Xango zu unterstützen. Somit war sie hier als Hephaistion in der Zeit von Alexander dem Großen oder auch als Patroklos in der Zeit von Achilles.

Legba, wir rufen Ihn unter den Namen Abraham an.

Abraham war geboren worden als biblischer Vater Abraham, als Sokrates und viele andere große Persönlichkeiten. Seine vorletzte Inkarnation wurde im Buch Sokrates von Dan Millman beschrieben.

Ogun oder Ogum, Ogu; wir rufen Ihn unter den Namen Merlin an.

Merlin wurde geboren als Boddhidarma (Als der erste Zen-Patriarch, Boddhidarma, von Indien nach China kam um dort den Buddhismus zu verbreiten.), als Johannes der Täufer, Upasni Maharaj, Mahavatar Babaji, Agastya, Vyasa, Merlin, Odin und viele andere große Persönlichkeiten.

Xango

Xango, der temperamentvoll, gerechtigkeitsliebend, aber auch machtbewußt iwird durch eine Doppelaxt symbolisiert . Er war auf dieser Erde auch als Herkules, Lakshmana (Bruder von Rama), Arjuna (Schüler von Krishna), Achilles, Pertus (Schüler von Jesus), Ananda, Ramana Maharshi und Alexander der Große geboren.